In den vergangenen Jahren ist die Zahl rechtsextremer Straftaten an Sachsens Schulen deutlich angestiegen. Rassismus und Antisemitismus gibt es auf Schulhöfen, aber auch im Unterricht. Schüler machen vor Lehrern nicht Halt. Rechtsextreme Vorfälle an Schulen in Sachsen haben einen Höchststand erreicht. Besonders häufig werden rassistische und antisemitische Fälle an Oberschulen gemeldet. Schüler verwenden verfassungsfeindliche Symbole und singen rassistische Lieder. An Sachsens Schulen haben Vorfälle mit rechtsextremem Hintergrund einen neuen Höchststand erreicht. Das geht aus der Antwort des Sächsischen Kultusministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der Linken-Landtagsabgeordneten Juliane Nagel hervor, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Demnach erfassten die Schulaufsichtsbehörden 2024 insgesamt 154 rechtsextremer Vorkommnisse. 2023 seien es 149 Vorfälle gewesen. In den Vorjahren schwanken die Fallzahlen, liegen aber deutlich unter den aktuellen. (…) Laut einer Auflistung des Kultusministeriums handelt es sich häufig um das Verwenden von Nazisymbolen und -parolen an und in Schulgebäuden, aber auch in Klassen-Chats. Zudem habe es verbale und tätliche Auseinandersetzungen gegeben, sowie direkte Drohungen gegen Lehrkräfte und antisemitische Äußerungen im Unterricht. Verzeichnet seien zudem drei Amok-Drohungen.
via mdr: STRAFTATEN STEIGEN Neuer Höchststand rechtsextremer Vorfälle an Sachsens Schulen