»Tabubruch«, »Ende der Brandmauer«: Die Abstimmung der Unionsfraktion mit der AfD im Bundestag gilt für viele als Zäsur. Friedrich Merz zeigt sich kämpferisch. Kanzler Scholz sieht in ihm einen Zocker. Mit seinem Vorgehen im Bundestag sorgte Unionskanzlerkandidat Friedrich Merz (CDU) für Empörung. Er selbst hat nun die Debatte gelobt. »Ich fand, es war die Sache wert, dass wir uns heute mal wirklich offen ausgesprochen haben über das Thema Einwanderung und Migration«, sagte Merz bei einer Wahlkampfveranstaltung in Erfurt. (…) Merz hatte unter der Woche mit seiner Abstimmung über einen »Fünfpunkteplan« zur Migrationspolitik erstmals seit 1949 für eine Mehrheit im Bundestag gesorgt, die nur durch die Stimmen einer in Teilen rechtsextremen Partei zustande kam. Kritikerinnen und Kritiker sehen darin einen Tabubruch und sogar das mögliche Ende der sogenannten Brandmauer . Am Freitag ließ Merz zudem über einen Gesetzentwurf zur Begrenzung der Migration abstimmen, zunächst sah es erneut nach einer Mehrheit mit der AfD aus. Der Bundestag lehnte den Gesetzentwurf jedoch ab, unter anderem Abgeordnete aus den eigenen Reihen und von der verbündeten FDP wandten sich dagegen.
via spiegel: Abstimmung mit AfD Merz sagt, es war die Sache wert

Von Bundesarchiv, Bild 183-1988-0113-500 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, Link