Eine Frauen-App wollte Roxanne Tickle wegen ihrer Geschlechtsidentität nicht akzeptieren. Die trans Frau klagte – und darf sich nun über eine Entschädigungszahlung freuen. Ein australisches Bundesgericht in Sydney hat am Freitag entschieden, dass eine Social-Media-App für Frauen nicht willkürlich trans Frauen ausschließen darf. Geklagt hatte Roxanne Tickle, die seit 2017 als Frau lebt und 2019 eine geschlechtsanpassende Operation durchgeführt hatte. Sie war im Februar 2021 der Frauen-Plattform “Giggle for Girls” beigetreten. Ihre Mitgliedschaft wurde aber im September des gleichen Jahres wegen ihrer Geschlechtsidentität gekündigt. Richter Robert Bromwich erklärte, die Klägerin sei wegen ihres Geschlechts indirekt diskriminiert worden. Nach australischem Recht sei sie eine Frau – und müsse daher auch so behandelt werden. Daher muss “Giggle for Girls” der trans Frau eine Entschädigung in Höhe von 10.000 Dollar (6.100 Euro) bezahlen sowie Gerichts- und Anwaltskosten erstatten. Richter Bromwich wies allerdings Tickles Forderung nach einer Entschuldigung durch das Portal zurück. Diese hätte, so der Jurist, keinerlei Wert, da sie nicht aufrichtig wäre.

via queer: Australien Social-Media-App für Frauen schloss trans Frau aus: 10.000 Dollar Entschädigung

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