Kay Nerstheimer von der NPD hat die Berliner Regierung zur „Zunahme der Demonstranten“ befragt. Die Antwort, die er darauf erhielt, fiel ziemlich sicher anders als erwartet aus. (…) Auch rechte und rechtspopulistische Parteien haben Anfragen seit einiger Zeit für sich entdeckt, doch häufig fallen die Antworten nicht ganz wie geplant aus. So auch Anfang September: Da hat der NPD-Abgeordnete Kay Nerstheimer, der unter anderem wegen Volksverhetzung verurteilt wurde, eine Anfrage an den Berliner Senat gestellt. Nerstheimer ist Landespolitiker und sitzt im Abgeordnetenhaus Berlin. 2016 gewann er den Wahlkreis Lichtenberg 1 als Direktkandidat, damals noch für die AfD. Nach einem Parteiausschlussverfahren trat er vergangenes Jahr allerdings der NPD bei. In seiner jetzt öffentlich gewordenen Anfrage befragt er die Rot-Rot-Grüne Regierung zur „Einstellung der Zwangsmaßnahmen“, wie Nerstheimer die politisch beschlossenen Schutzmaßnahmen gegen die Coronavirus-Pandemie nennt. Er wollte wissen: „Wie äußert sich der Senat zur stetigen Zunahme der Demonstranten gegen seine Corona-Maßnahmen?“ Die Antwort, die derzeit für einigen Applaus in den sozialen Netzwerken führt, gab SPD-Politiker und Staatssekretär Martin Matz: „Über die Veränderungen des Körpergewichts von Demonstrierenden gegen die Corona-Maßnahmen liegen dem Senat keine Erkenntnisse vor.“
via yahoo Berliner Abgeordnetenhaus: NPD-Politiker erhält auf schriftliche Anfrage Deutsch-Nachhilfe