Ein 33-Jähriger soll in einem RE11 kurz vor Soest mehrfach den Hitlergruß gezeigt und Fahrgäste attackiert haben. Vor Gericht berief er sich auf einen Filmriss. Er ist arbeitslos, kann weder einen Schulabschluss noch eine abgeschlossene Berufsausbildung vorweisen, ist zwar im Kreis Unna geboren, lebt aber in einer sächsischen Kleinstadt und ist, wenn es nach der Anklage geht, Neonazi. Anklage wegen Vorfällen im RE11 Betrunken soll der 33-Jährige dies am Nachmittag des 9. Mai 2025 in einem Zug der Linie RE11 kurz vor Soest in Worten und Taten überdeutlich zu verstehen gegeben haben, indem er wiederholt den Hitlergruß samt passender Geste äußerte. Mehr noch: Immer aggressiver werdend, soll er Fahrgäste attackiert haben, versucht, eine Frau zu ohrfeigen, sie jedoch verfehlt, und den Kopf eines anderen Fahrgasts nach unten gezogen haben. (…) Zum Tatzeitpunkt soll er 2,13 Promille im Blut gehabt haben. Da aber sowohl die Möglichkeit bestand, dass der Angeklagte nicht erscheint, als auch, dass er im Falle seines Erscheinens gesteht, waren erst gar keine Zeugen geladen worden, die wie er aus allen möglichen Winkeln der Republik hätten anreisen müssen. Neben unnötigen Unannehmlichkeiten für die Zeugen hätte dies auch aufgrund deren Fahrtkosten und Verdienstausfälle deutlich höhere Prozesskosten bedeutet, die der Angeklagte im Falle einer Verurteilung zu tragen und lange von seinem Bürgergeld von 564 Euro monatlich abzustottern hätte. Doch ein Geständnis wollte der Mann nicht ablegen. Stattdessen ergeht nun von Amts wegen ein neuer Termin, zu dem mindestens acht Zeugen geladen werden.

via soester anzeiger: Hitlergruß und Attacken im RE11: 33-Jähriger muss vor Gericht


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