Eine neue Studie identifizierte 50 weitere betroffene EU-Mandatare, darunter 46 Frauen. Auch die Grünen-Abgeordnete Lena Schilling ist betroffen Laut der EU-Abgeordneten Lena Schilling (Grüne) haben 119 Mitglieder ein Schreiben unterzeichnet, in dem die Kommission und die Mitgliedstaaten gebeten werden, Maßnahmen gegen sexualisierte Deepfakes zu ergreifen. Laut einer am Montag präsentierten, weiteren Studie der Agora Digitale Transformation sind weibliche EU-Abgeordnete systematisch von KI-generierter sexualisierter Gewalt betroffen: Zusätzlich zu den vorige Woche veröffentlichten 147 Fällen von nationalen und EU-Parlamentariern identifizierte die Studie 50 weitere betroffene EU-Mandatare, darunter 46 Frauen. Demnach wäre etwa jede sechste weibliche EU-Abgeordnete betroffen, auch die Grüne EU-Abgeordnete Lena Schilling. “Stellen Sie sich vor, Sie machen morgens den Laptop auf und sehen Nacktbilder von sich, im Internet veröffentlicht. Aber Sie haben nie Nacktbilder gemacht. Das ist mir und vielen anderen Frauen geschehen”, so Schilling in einer Pressekonferenz am Montagnachmittag im Straßburger EU-Parlament. Das sei “ein schreckliches Gefühl, das uns krank macht”. Und auch schwierig für die Demokratie: “Denn wenn Frauen, die kandidieren, denken: Moment, wenn ich kandidiere, dann erscheinen Nacktbilder von mir im Internet, dann ist das einschüchternd. Es macht Angst.” Link zu Nacktbild-App Acht weibliche Abgeordnete sind laut Studie direkt mit manipulierten, sexualisierten Bildern dargestellt wurden. Die Bilder von 22 Frauen seien auf sogenannten “Gateway”-Websites gefunden worden, auf denen direkt neben ihrer Biografie, ihren Social-Media-Konten und/oder ihren offiziellen Porträts ein Link zu einer Nacktbild-App zu finden war. “Wir sind jetzt an einem Punkt angelangt, wo wir eine Initiative starten. 119 Mitglieder haben ein Schreiben unterzeichnet, in dem wir die Kommission, aber auch die Mitgliedstaaten bitten, Maßnahmen zu ergreifen”, so Schilling weiter.
via standard: DIGITALE GEWALT Jede sechste EU-Parlamentarierin Opfer sexualisierter KI-Deepfakes
sieeh dazu auch: Targeted and Ignored. Sexualised Deepfakes of Women MEPs and the Failure of Platform Responses. (PDF) AI-generated non-consensual intimate imagery (AIG-NCII), colloquially known as deepfake pornography, is a systemic threat to women in European politics. The results of our new external audit measuring the exposure of members of the European Parliament (MEPs) in AIG-NCII are clear: the EU’s current rules governing this harm are not stopping it. Examining hundreds of websites known to host or produce AIG-NCII, we find that one in six women MEPs are depicted in or associated with deepfake pornography. Like in our recent audit of the exposure members of the EU’s national parliament face, we find that exposure to this harm falls overwhelmingly on women, is amplified by institutional visibility and affects all major groups across the political spectrum. The current EU framework fails these women for three reasons. It acts only after the harm is done; it depends on victims finding AIG-NCII and filing reports themselves; and its strongest duties apply only to the largest platforms, while most of the harm sits on small, often offshore sites. Neither the Digital Services Act (DSA), the General Data Protection Regulation (GDPR) nor the impending Digital Omnibus on AI set a fixed deadline for platforms to remove violative content, whereas the newly enacted rules in United States (US) and the United Kingdom (UK) now require removal of AIG-NCII within 48 hours
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