Die AfD will die Rundfunkstaatsverträge kündigen. Was das für den MDR Sachsen-Anhalt bedeutet, zeigte der Sender mit einer Protestaktion. Am 6. September finden in Sachsen-Anhalt die Landtagswahlen statt. Die AfD kündigte an, im Falle einer Regierungsübernahme die Rundfunkstaatsverträge zu kündigen. Am Montag machte der MDR Sachsen-Anhalt deswegen an mehreren Stellen darauf aufmerksam, wie sich diese Entscheidungen auswirken würden. In der Sendung “MDR Sachsen-Anhalt Heute” begann das Bild plötzlich zu flackern und wurde dann schwarz-weiß. Plötzlich verschwanden Moderator Marco Pahl und sein Studio gänzlich, ein schwarzer Bildschirm erschien. “Wie Sie sehen, sehen Sie nichts”, sagte eine Stimme. Und weiter: “Keinen MDR mehr in Sachsen-Anhalt? Und damit auch kein ‘MDR Sachsen-Anhalt Heute’? Das könnte passieren.” Außerdem verwies der Sender auf eine Informationsseite, die die Hintergründe genauer erklärt. Im Anschluss war der MDR-Intendant Ralf Ludwig zugeschaltet. Im Interview erklärte Ludwig: “Aus vielen Publikumsreaktionen wissen wir, dass vielen Menschen in Sachsen-Anhalt die Auswirkungen einer Kündigung des MDR Staatsvertrages, wie es ja die AfD in ihrem Wahlprogramm verspricht, nicht bewusst sind.” Man habe sich deshalb entschieden, “an ausgewählten Stellen des Programms informierend darauf hinzuweisen und dies publizistisch einzuordnen”.

via t-online: Reaktion auf AfD-Kündigungspläne MDR unterbricht Programm für Warnung

Categories: Rechtsextremismus

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