Zunächst wollte Landeschef Vincentz den Streit mit dem Bundesvorstand beilegen. Jetzt hat er erneut juristischen Beistand geholt. Anfang der Woche betonte Martin Vincentz noch in einer Mail an die beiden Bundesparteichefs Alice Weidel und Tino Chrupalla, wie sehr er die jüngsten Eskalationen zwischen Bundes- und Landesvorstand bedauere. Nun wehrt sich der Landesvorsitzende der AfD in NRW bereits zum bereits zweiten Mal binnen einer Woche anwaltlich gegen den Bundesspitze in Berlin. Zur Erinnerung: Vergangenen Freitag hatte die Spitze der NRW-AfD um Vincentz versucht, per Einstweiliger Verfügung gegen den Bundesvorstand vorzugehen. Dieser hatte zuvor gefordert, den Parteitag zur Aufstellung der Kandidatenlisten für die Landtagswahl 2027 abzubrechen. Grund: Am ersten Parteitagswochenende vor zwei Wochen sei es zu Einschüchterungen und Bedrohungen gegen einzelne Delegierte gekommen. Vorwürfe die aus dem parteiinternen Lager rund um den rechtsextremen Dortmunder Bundestagsabgeordneten Matthias Helferich stammen, und die von Vincentz und Personen aus seinem Lager bis heute bestritten werden. (…) Mit Frist bis zum gestrigen Donnerstagabend wurde der Vorstand des NRW-Landesverbandes aufgefordert, dem Bundesvorstand Unterlagen zu all seinen Sitzungen seit seiner Konstituierung im Frühjahr 2026 und im Zusammenhang mit der beantragten Einstweiligen Verfügung bereit zu stellen. Nach WDR-Informationen, sind diese Unterlagen aber gestern nicht wie gefordert eingereicht worden. Stattdessen kursiert seit gestern Abend das Schreiben einer Anwältin, mit dem der NRW-Landesvorstand die Forderungen und Kontrollversuche des Bundesvorstands zurückweisen lässt – aufgrund mangelnder Rechtsgrundlagen. Man behalte sich als Alternative die Prüfung der Vorgänge durch das Bundesschiedsgericht der Partei vor, heißt es in dem Schreiben. Kritik vom Stellvertreter Christian Zaum, AfD-Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Siegen-Wittgenstein und selbst stellvertretender AfD-Landsvorsitzender in NRW, kritisiert diesen Vorgang scharf. Im Gespräch mit dem WDR am Freitagmorgen bezweifelt Zaum, dass die Freigabe von Geldern für das Mandat der Anwältin regelkonform verlaufen sei. Das habe er auch der Anwältin mitgeteilt. Seinem Landesvorsitzenden wirft Zaum in diesem Zusammenhang die “Veruntreuung von Parteigeldern” vor. Ein Sprecher von Vincentz lehnte es ab, die Vorwürfe weiter zu kommentieren

via wdr: Protest mit Anwalt Streit zwischen AfD-Landesspitze und Bundesvorstand hält an

Categories: Rechtsextremismus

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