Zehntausende wollen am Wochenende gegen den AfD-Parteitag in Erfurt demonstrieren. Nun hat ein Gericht die Verfügung kassiert, welche Proteste vor Ort eingeschränkt hätte. Doch für manche Wege bleibt das Verbot aufrecht. Kurz vor Beginn des AfD-Bundesparteitags in Thüringen (mehr dazu hier ) ist das fürs Wochenende erlassene Versammlungsverbot auf bestimmten Anreisewegen zur Messe Erfurt gekippt worden. Eine entsprechende Allgemeinverfügung des Landesverwaltungsamts wurde auf Antrag eines namentlich ungenannten Kommunalpolitikers kassiert, wie das Verwaltungsgericht Weimar am Abend mitteilte . Allerdings hat die Stadt Erfurt umgehend eine Beschwerde eingereicht. Das Gericht muss nun in zweiter Instanz entscheiden, so lange gilt die Allgemeinverfügung weiter. Die Erfurter Polizei hielt ihr Demonstrationsverbot für einige Zufahrtswege zum Messegelände entsprechend am Samstagmorgen aufrecht. Das Verwaltungsgericht in Weimar hatte zuvor auf Antrag eines Kommunalpolitikers der Grünen die Allgemeinverfügung allerdings kassiert. Der Rechtsanwalt des Grünenpolitikers im Erfurter Stadtrat bestätigte der Nachrichtenagentur dpa, dass sein Mandant erfolgreich geklagt habe. Das zeige, »dass das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit auch in Erfurt und auch in einer Großlage Gültigkeit hat«, hieß es in einer Mitteilung des Juristen.

via spiegel: Kein Notstand nachgewiesen Gericht kippt Versammlungsverbot vor AfD-Parteitag – Erfurt legt Beschwerde ein


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