Brandstiftung, Versicherungsbetrug, Hitlerbüsten und Kugelbomben. Im Mai wurde der Wirt der Gaststätte „Deutsches Haus“ in Burg festgenommen. Jetzt kommt heraus: Das Lokal war ein beliebter AfD-Treffpunkt. Der brisante Fall beschäftigte am Mittwoch Brandenburgs Innenausschuss. Minister Jan Redmann (46, CDU) berichtete: „Am 4. Mai wurden zwei Tatverdächtige für den Brand im ‚Deutschen Haus‘ vom November festgenommen.“ Einer der beiden: Gaststättenbesitzer Daniel G. (43). Redmann: „An seiner Wohnanschrift wurden Handys, Festplatten und Nazi-Devotionalien sichergestellt, in einem Garagenkomplex zudem eine Kugelbombe.“ Tags darauf erging Haftbefehl gegen Gastwirt Daniel G., ein bekannter Rechtsextremist. Der Minister: „Er ist dringend tatverdächtig, das ‚Deutsche Haus‘ in Brand gesetzt zu haben, um die Versicherungssumme zu erhalten.“ G. sei Mitglied der „Cottbuser Mischszene“ aus Kampfsportlern, Rockern, Hooligans und Organisierter Kriminalität. Das „Deutsche Haus“ sei Teil einer landesweiten Strategie, den Rechtsextremismus in die Stadtgesellschaften hineinzutragen, so der Innenminister. Redmann: „Daher kann man die Bedeutung dieser Immobilien gar nicht unterschätzen.“ Aber: Das Lokal war auch ein beliebter AfD-Treffpunkt! „Dort hat es eine ganze Reihe von Parteiveranstaltungen gegeben, insbesondere der AfD“, erklärte Verfassungsschutz-Chef Wilfried Peters (63) im Ausschuss. Das „Deutsche Haus“ sei ein „Ankerpunkt für extremistische Parteien im Land“. Die AfD lud Einwohner zum „Bürgerdialog“ in das Burger Lokal, stellte dort Kandidaten auf.

via bz berlin: Gastwirt aus Burg in Haft Neonazi-Lokal war beliebter AfD-Treff