Nach dem Porno-Eklat während eines Theaterprojekts an einer Oberschule in der sächsischen Lausitz haben die Organisatoren ihr Bedauern ausgedrückt. Laut Schulbehörde hat der Schulleiter angemessen reagiert. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts des Verbreitens pornografischer Inhalte an Minderjährige gegen zwei weibliche Tatverdächtige. Das sächsische Kultusministerium prüft derzeit Vorwürfe von Eltern zur Verwendung von pornografischem Material im Rahmen einer Projektwoche an der Oberschule in Schleife im Landkreis Görlitz. Nach Angaben des Ministeriums steht das Landesamt für Schule und Bildung in engem Austausch mit der Schulleitung, um den Sachverhalt umfassend aufzuklären. Auslöser der Untersuchung waren Beschwerden von Eltern. Externes Theaterprojekt im Fokus Nach Informationen der Schulaufsichtsbehörde sollen Schülerinnen und Schüler einer neunten Klasse während der Projektwoche bereits Mitte März mit pornografischen Darstellungen konfrontiert worden sein. Das externe Theaterprojekt “Mut” stand einem Bericht der Bildzeitung zufolge unter der Trägerschaft des Berliner Landesverbandes der “Sozialistischen Jugend Deutschlands”. Die Organisatoren äußerten am Donnerstag ihr Bedauern. Projektverantwortliche: Magazin war “versehentlich” unter Bastelmaterialien Beim Erstellen einer Collage zum Thema Mut seien den Jugendlichen gespendete Bastelmaterialien wie Hefte und Zeitschriften zur Verfügung gestellt worden, sagte Micki Börchers, Bundesvorsitzender der Jugendorganisation “Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken”, der Nachrichtenagentur dpa. “Darunter war versehentlich ein Magazin, welches Bilder von sexuellen Darstellungen und nackten Personen beinhaltete”, erklärte Börchers. Nachdem einige Schüler dies entdeckt hätten, hätten die beiden Verantwortlichen das Magazin sofort an sich genommen und die Geschehnisse eingeordnet, hieß es. Der Vorfall werde aufgearbeitet, erklärte Börchers. Es entspreche nicht den Standards des Verbandes, dass das Magazin Teil der Materialien gewesen sei. Die Workshopleiterinnen hätten derzeit keine Verantwortlichkeiten mehr. Nach Informationen von MDR SACHSEN handelt es sich um das Schweizer Magazin: “Queer sex – Whatever The Fuck You Want!”, ein “Mix aus Pornoheft, Aufklärungsbroschüre und Kurzgeschichtensammlung”, wie die Süddeutsche Zeitung im Januar 2021 schrieb. Zu den Vorwürfen hat sich auch Schulleiter Jan Rehor geäußert. “Als ich von dem Vorfall am ersten Tag erfahren habe, habe ich sofort reagiert und das Theaterprojekt gestoppt. Die Anleiterinnen haben das Projekt ganz anders angekündigt. Es sollte um Mut- und Hoffnungslosigkeit unter Jugendlichen angesichts aktueller Krisen gehen.” Das Landesamt für Schule und Bildung bewertet dieses Vorgehen als eine erste angemessene Reaktion auf die Situation.
via mdr: Porno-Vorwürfe an Oberschule in Schleife: Darum geht es bei dem Vorfall
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