Die Situation an einem Gymnasium in Sachsen kocht seit einigen Tagen hoch. In einem mittlerweile gelöschten, aber stark geklickten Video auf Instagram berichteten Schüler von Repressionen und erhoben schwere Vorwürfe gegen ihre Schulleiterin. Sie soll Listen mit politisch aktiven Schülern geführt haben und an die Polizei gegeben haben. Die Schule ist Kompetenzzentrum für Begabungs- und Begabtenförderung und legt unter anderem einen besonderen Fokus auf deutsch-französische Bildung. Dass der Polizei solch eine Liste vorliegt, dementierte Sprecher Olaf Hoppe auf TAG24-Anfrage. Er bestätigte aber, dass ein Zwölfjähriger vorgeladen und in Begleitung eines Elternteils am 12. März polizeilich vernommen wurde. Es wird wegen Sachbeschädigung an der Schule in Form von Graffiti ermittelt. “Die Graffitis richteten sich inhaltlich überwiegend gegen die Schulleiterin”, so Hoppe weiter. Doch was war überhaupt passiert, dass es so weit gekommen ist? Die Schülerinnen und Schüler des Anton-Philipp-Reclam-Gymnasiums in Leipzig werfen ihrer Schulleiterin Rassismus vor, weil sie unter anderem das Programm “Deutsch als Zweitsprache” eingekürzt haben soll. In weiteren Vorwürfen behaupteten die Schüler, dass eine Liste mit politisch aktiven Jugendlichen geführt wurde. Die Existenz dieser Liste konnte bisher nicht zweifelsfrei überprüft werden.
via tag24: HARTE VORWÜRFE AN SÄCHSISCHER SCHULE: MELDETE EINE SCHULLEITERIN POLITISCH AKTIVE SCHÜLER?