Am 22. März 2026 wählt Rheinland-Pfalz einen neuen Landtag. Die AfD rechnet mit deutlichen Zugewinnen. Ein Blick auf ihre Landesliste zeigt jedoch weniger programmatische Vielfalt als ein enges Geflecht aus burschenschaftlichen Netzwerken, familiären Verbindungen und politischer Loyalität. Am 22. März 2026 wird in Rheinland-Pfalz ein neuer Landtag gewählt. In aktuellen Umfragen liegt die AfD derzeit bei rund 18 Prozent. Für die Wahl hat der Landesverband eine Landesliste mit 40 Kandidierenden beschlossen. Der Blick darauf zeigt: Die personelle Aufstellung folgt weniger programmatischer Vielfalt als festen Loyalitäten, langjährigen Netzwerken und strukturellen Abhängigkeiten. Über Jahre hat sich so im Landesverband ein System aus Seilschaften herausgebildet, in dem politische Karrieren vorwiegend über Loyalität organisiert werden und das sich nach außen zunehmend abschottet. Burschenschaftliche Seilschaften Auf AfD-Listenplatz 1 wurde mit nur rund 75 Prozent der Fraktions- und Parteivorsitzende Jan Bollinger gewählt. Bollinger gilt als Vorsitzender, der das burschenschaftliche Netzwerk um Sebastian Münzenmaier, stellvertretender Parteivorsitzender in RLP sowie stellvertretender Fraktionsvorstand der AfD im Bundestag, nicht in Frage stellt und somit geduldet wird. Traditionell sind in der rheinland-pfälzischen AfD extrem rechte Burschenschafter in der Führungsebene und als Mitarbeiter stark vertreten. Münzenmaier selbst ist Mitglied der Burschenschaft Germania Halle zu Mainz, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird, weil sie einen „völkischen Nationalismus“ vertrete und zudem „enge Verbindungen zur Neuen Rechten“ und in die rechtsextreme Szene pflege. Michael Büge: Ehemaliger CDU-Ma

via belltower: Seilschaften, Loyalitäten, Familienfilz Die AfD Rheinland-Pfalz vor der Landtagswahl 2026