Regenbogenfarben auf Weihnachtskugeln, Zeichen für Liebe, Freundlichkeit und Integration: Das war mutmaßlichen AfD-Sympathisanten auf dem Zweibrücker Weihnachtsmarkt offenbar zu viel des Guten – sie griffen einen Baum der „Omas gegen Rechts“ und eine von diesen gemeinsam mit evangelischen Jugendlichen betriebene Bude an. Doch auch eine neue AfD-Einrichtung wurde Opfer von Zerstörungswut. (…) Die „Omas gegen Rechts“ schreiben: „Wir haben Sterne mit unserem Logo und guten Wünschen wie ,Freude’, Christbaumkugeln mit kurzen Friedensbotschaften wie ,Liebe’ und ,Peace’ und Regenbogenflaggen am Stand und am Weihnachtsbaum aufgehängt. Leider wurden die Sterne an unserem Baum (vor der NKD-Filiale in der Fußgängerzone) schon in der ersten Woche mit einem AfD-Anhänger und ,Remigration‘-Aufklebern verschmutzt, und jetzt in der zweiten Woche vollständig geplündert. Unser ganzer Schmuck wurde abgerissen.“ „Was am Stand passiert ist, war aber noch schlimmer“, schreiben die Omas: „Am Nikolaustag, 6. Dezember, wurde unser Stand von AfD-Anhängern regelrecht angegriffen. Die haben sich sehr aggressiv verhalten, haben die Stand-Belegschaft beschimpft, vor deren Augen unsere Deko mit ihren Stickern beklebt und die Jugendlichen im Stand mit AfD-Plätzchen (!) beworfen. Und sie haben gedroht, wiederzukommen. Das mit den Plätzchen klingt fast lustig, aber die Jugendlichen (Omas waren zu dem Zeitpunkt gar nicht vor Ort) haben sich so bedroht gefühlt von den aggressiven Terrorgebärden dieser Angreifer, dass sie nach Dienstschluss nur begleitet nach Hause gehen konnten. Die Angreifer haben sich dann wohl doch nicht ein zweites Mal an den offenen Stand getraut, aber am Samstag, 13. Dezember, wurde unser Stand nachts beschädigt, unser Logo abgerissen, und die Regenbogenflaggen ebenfalls.“

via saarbrcjer ueizung: Vandalismus, Drohungen, Sachbeschädigung Mehrere Angriffe auf Weihnachtsmarkt in Zweibrücken – auch „Omas gegen Rechts“ betroffenü