Nach dem Anschlag in Magdeburg haben Rassismus und Gewalt in Sachsen-Anhalt offenbar zugenommen. Migrantenorganisationen berichten, dass mehr Menschen betroffen sind und Hilfe bei ihnen suchen. Viele würden darüber nachdenken, das Land zu verlassen oder hätten das sogar schon getan. Die Organisationen fordern, rassistische Gewalt konsequent zu bekämpfen und als Gesellschaft stärker zusammenzuhalten. In Sachsen-Anhalt haben Rassismus und Gewalt nach dem Anschlag in Magdeburg zugenommen, berichten Migrantenorganisationen. Die Organisationen bieten Hilfe und Beratung an – und verzeichnen höheren Bedarf als zuvor. Sie fordern mehr Konsequenzen und Zusammenhalt angesichts der zunehmenden Gewalt. Knapp ein Jahr nach dem Anschlag in Magdeburg hat rassistische Gewalt in Sachsen-Anhalt zugenommen. Das berichteten Migrantenorganisationen am Mittwoch in der Landespressekonferenz in Magdeburg. (…) Am 20. Dezember vergangenen Jahres ist der 50-jährige Taleb A. in Magdeburg mit einem Auto in die Menschenmenge auf dem Weihnachtsmarkt gefahren. Sechs Menschen wurden bei dem Anschlag getötet, mehr als 300 verletzt. A. stammt aus Saudi-Arabien. Seit dem 10. November läuft in Magdeburg der Prozess gegen ihn. Schon in den ersten Wochen und Monaten nach dem Anschlag berichteten Betroffene und Beratungsstellen, dass rassistische und rechtsextrem motivierte Gewalttaten zugenommen haben.

via mdr: MIGRANTENORGANISATIONEN “Welle rassistischer Gewalt” nach Anschlag in Magdeburg