In Darmstadt hatte sich Protest gegen einen mutmaßlich rechtsextremen Bademeister im historischen Jugendstilbad geregt. Der Betreiber reagiert, der Betroffene weist die Vorwürfe zurück. Das Darmstädter Jugendstilbad hat die Zusammenarbeit mit einem mutmaßlich rechtsextremen Bademeister beendet. Das bestätigte der betroffene Angestellte dem hr am Dienstag. Die Bürgerinitiative Bündnis gegen Rechts Darmstadt (BgR) hatte zuvor zu einer Protestaktion gegen den 37-Jährigen aufgerufen. Der Bademeister sei “seit Jahren in rechtsextremen Strukturen aktiv”, schreibt das Bündnis auf seiner Internetseite. Auf der Seite steht auch ein vorformuliertes und an das Jugendstilbad adressiertes Protestformular zum Download bereit. “Ich empfinde es als einen Angriff auf das Vertrauen jeder einzelnen Bade-, Schwimm- und Saunabesucher*in, dass eine Person mit einer derart belasteten politischen Biographie in einem öffentlichen Bad arbeiten kann”, heißt es dort unter anderem. Das BgR beruft sich bei der Aktion auf Recherchen des Portals “Rhein-Main Rechtsaußen” von Ende Oktober. In dem dortigen Bericht wird der Bademeister als “Neonazi”, “Neofaschist” und “Rechtsextremist” mit Nähe zur Identitären Bewegung und zur AfD bezeichnet. Demnach soll der Bademeister Mitglied in einer gewaltbereiten Neonazi-Kameradschaft gewesen sein. Mittlerweile trete er vermehrt als Publizist in rechten Magazinen in Erscheinung. “Mir wurde mitgeteilt, dass ich meinen bereits mündlich zugesagten Anschlussvertrag nicht erhalte”, sagte der Bademeister dem hr auf Anfrage. Der aktuelle Vertrag läuft demnach Ende November aus. Bis dahin sei er vom Dienst freigestellt.

via hessenschau: Nach Protest in Darmstadt Rechtsextremismus-Vorwurf: Jugendstilbad trennt sich von Bademeister

Jugendstilbad darmstadt.jpg
Von Che010Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link

Categories: Rechtsextremismus