Die AfD werde bei der nächsten Wahl natürlich behaupten, dass das “Stadtbild” nicht besser geworden sei, sagt Armin Laschet. Heidi Reichinnek wirft Merz Rassismus vor. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Armin Laschet hält die “Stadtbild”-Aussage von Bundeskanzler Friedrich Merz für “zu nebulös” und warnt, dass die AfD davon profitieren könnte. Die Unklarheit dessen, was Merz damit gemeint habe, könnte die AfD für sich nutzen, sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses bei einer Veranstaltung des Hauses der Geschichte Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf.  Die AfD werde bei der nächsten Bundestagswahl natürlich fragen, ob das “Stadtbild” besser geworden sei, sagte Laschet. Mit so einem unklaren Begriff mache man den Maßstab an die eigene Politik “schwer messbar”. Das könnte die AfD dann nutzen und behaupten, es habe sich am Stadtbild in den letzten Jahren nichts geändert. Es gehe beim Stadtbild “nicht nur um Migration”, sagte Laschet. Zum Stadtbild gehörten etwa auch von deutschen Süchtigen weggeworfene Drogenspritzen in Parks, Antisemiten, die Hamas-Parolen brüllten oder Rechtsradikale, die durch Straßen zögen. (…) Am Dienstagabend demonstrierten vor der CDU-Zentrale Tausende Menschen gegen Merz’ Aussagen. Auf Schildern waren Sprüche zu lesen wie “Rassismus ist ein Problem im Stadtbild”, “Töchter für ein buntes Stadtbild” oder “Wir haben kein Stadtbild-Problem, sondern ein Rassismus-Problem”. Die Fraktionschefin der Linken, Heidi Reichinnek, warf dem Bundeskanzler vor, Frauen für das Schüren von Ressentiments gegen Migranten zu benutzen. Merz instrumentalisiere Frauen für “blanken Rassismus”, sagte Reichinnek dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). “Wenn Frauen nachts allein nach Hause laufen, haben sie keine Angst vor Migranten, sie haben Angst vor Männern”, sagte Reichinnek. Das Problem sei eine “gewalttätige und grenzüberschreitende Männlichkeit”.

via zeit: Laschet sieht AfD als Profiteurin von Merz’ “Stadtbild”-Aussage

siehe auch: “Wir sind das Stadtbild”: Kritik an Merz-Äußerung geht weiter . Nach “Stadtbild”-Äußerungen “Töchter” protestieren vor CDU-Parteizentrale Die “Stadtbild”-Äußerungen des Kanzlers rufen weiter Kritik hervor. Vor der CDU-Parteizentrale protestierten mehrere Tausend – wie sie sich selbst nannten – “Töchter”. Auf jene hatte Merz in einer Erklärung verwiesen.Als Ausdruck ihrer Kritik an Äußerungen des Kanzlers zum Thema Migration haben sich Tausende Menschen vor der Parteizentrale der CDU in Berlin versammelt. Zu der Protestveranstaltung unter dem Motto “Feministische Kundgebung: Wir sind die Töchter” hatte das Bündnis “Zusammen gegen Rechts” aufgerufen. Laut Berliner Polizei nahmen rund 2.000 Menschen teil, die Veranstalter sprachen von 7.500 Teilnehmenden. Friedrich Merz (CDU) hatte Anfang vergangener Woche gesagt, dass die Bundesregierung frühere Versäumnisse in der Migrationspolitik korrigiere und Fortschritte mache. “Aber wir haben natürlich immer im Stadtbild noch dieses Problem, und deswegen ist der Bundesinnenminister ja auch dabei, jetzt in sehr großem Umfang auch Rückführungen zu ermöglichen und durchzuführen.”

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