Nach einer Explosion an der Tür zum Wohnhaus einer Grünen-Politikerin aus dem hessischen Dietzenbach steht der Verdacht eines Anschlags im Raum. Das Landeskriminalamt äußert sich noch vorsichtig, die Partei ist empört. Nach einer Explosion vor der Haustür der Grünen-Stadtverordneten Edeltraud Chawla in Dietzenbach im Landkreis Offenbach hat die Staatsschutzabteilung des Landeskriminalamtes (LKA) die Ermittlungen übernommen. (…) Die Landtagsfraktion und der Landesverband der Grünen in Wiesbaden halten den Verdacht, dass hinter der Tat ein politisches Motiv steckt, für überzeugend und sprechen in einer gemeinsamen Stellungnahme von einem Angriff:  Sie „verurteilen diesen Angriff aufs Schärfste und stehen solidarisch an der Seite der betroffenen Person“, heißt es darin. Gewalt gegen gewählte Mandatsträger sei auch ein Angriff auf die freiheitlich-demokratische Grundordnung. „Wir müssen gemeinsam dafür sorgen, dass sie ihre Arbeit ohne Angst vor Übergriffen leisten können“, lautet der Appell aus Wiesbaden. Ähnlich äußert sich der Bürgermeister der Stadt Dietzenbach, Dieter Lang (SPD). „Derartig aggressives und gewaltorientiertes Verhalten gegenüber politisch engagierten Menschen ist in keinster Weise zu tolerieren.“ Der Rechtsstaat müsse in solchen Fällen konsequent und mit voller Härte reagieren.

via faz: LKA Hessen ermittelt nach Explosion in Dietzenbach

siehe auch: Haustür durch Explosion beschädigt – Staatsschutz ermittelt. Nachts reißt ein lauter Knall Anwohner in Dietzenbach aus dem Schlaf. Nun prüft die Polizei Hinweise auf eine flüchtige Person und ein weißes Fahrzeug. Ein politisches Motiv ist nicht ausgeschlossen. In der Nacht hat eine Explosion vor dem Wohnhaus einer Kommunalpolitikerin in Dietzenbach (Landkreis Offenbach) eine Haustür stark beschädigt und Anwohner aus dem Schlaf gerissen. Es handele sich um das Wohnhaus einer lokalen Grünen-Politikerin, teilte der Ortsverband Dietzenbach auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Zuvor hatte der Hessische Rundfunk hierüber berichtet.  Ersten Angaben zufolge schließt die Polizei auch ein politisches Motiv nicht aus. Deshalb habe automatisch der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen. Einsatzkräfte entdeckten den Angaben zufolge Schmauchspuren an der Tür, die auf eine Detonation hinweisen. Ob das Türblatt durch einen größeren Böller oder einen anderen Sprengkörper beschädigt wurde, war zunächst unklar. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf mehrere Tausend Euro.