Erneut lädt die AfD eine umstrittene Person nach Düsseldorf ein. Am 15. September soll der rechtsextreme Verleger Götz Kubitschek nach Bilk kommen. Erneut sorgt die AfD Düsseldorf mit der Einladung einer Person der Extremen Rechten für Aufsehen. Nachdem bereits im Sommer ein Besuch des österreichischen Rechtsextremen Martin Sellner für den August geplant wurde – der Plan scheiterte damals auch an innerparteilichem Widerstand –, ist nun für Montag, 15. September, eine „Wahlnachlese der besonderen Art“ geplant, wie die AfD Düsseldorf ankündigt. Zu der Veranstaltung mit dem Namen „Die ersten 100 Tage – Eine Vision“ wurde der rechtsextreme Aktivist und Verleger Götz Kubitschek eingeladen. Kubitschek gilt unter Szenebeobachtern als einer der wichtigsten Denker und Akteure der Neuen Rechten in Deutschland. Das von ihm gegründete „Institut für Staatspolitik“ (IfS) wurde 2020 zunächst als rechtsextremer Verdachtsfall eingestuft, 2023 änderte der Verfassungsschutz die Bewertung dann zu gesichert rechtsextrem. Wenige Monate später wurde das IfS, in welchem sich fast zweieinhalb Jahrzehnte lang neu-rechte Bildungs- und Vernetzungsarbeit organisiert hatte, aufgelöst. Mit dem IfS verbunden war außerdem der als „gesichert rechtsextrem“ eingestufte Verlag Antaios, der ebenfalls von Kubitschek gegründet wurde. In diesem erschienen etwa Schriften des bekennenden und inzwischen verstorbenen Faschisten Armin Mohler. Neben seiner verlegerischer Tätigkeit trat Kubitschek auch als Redner bei PEGIDA-Veranstaltungen auf und engagierte sich gegen die Corona-Schutzmaßnahmen. Daneben pflegte der Verleger auch direkte Verbindungen zu rechten Parteien in Deutschland. So war er in den frühen 2000er-Jahren Berater der Republikaner in Baden-Württemberg und unterhält bis heute enge Verbindungen zur AfD.

via nrz: Götz Kubitschek Besuch in Bilk: AfD Düsseldorf lädt rechtsextremen Verleger ein