Ein Ex-Mitarbeiter des queerfeindlichen AfD-Politikers Maximilian Krah kommt wegen Spionage vor Gericht. Laut “Spiegel” konnte er viele Lästereien über die lesbische Parteichefin aufschnappen. Jian G., ein langjähriger Mitarbeiter des rechtsextremen AfD-Politikers Maximilian Krah, muss sich in Kürze vor dem Oberlandesgericht Dresden wegen Spionage für China verantworten. Wie der “Spiegel” (Bezahlartikel) berichtet, soll der 44-jährige G. Peking auch Informationen über das Privatleben der lesbischen Co-Chefin Alice Weidel weitergegeben haben. G. ist ein in China geborener Deutscher, den Krah 2019 einstellte. Er wurde im Frühjahr diesen Jahres wegen Spionageverdachts verhaftet. Laut Dokumenten soll Krah dem Spion vom Privatleben Weidels und ihrer Lebenspartnerin erzählt haben – etwa von wem angeblich der Samen stammte, mit dem eines der Kinder Weidels und ihrer Partnerin gezeugt worden war. Nach Angaben eines Protokolls soll der AfD-Bundestagsabgeordnete Jan Wenzel Schmidt außerdem über das angebliche Liebesleben von Weidel in ihrer Jugend sinniert haben – all dies habe G. nach Peking gemeldet. Politisch interessanter waren Informationen, wonach Weidel unter den AfD-Bundestagsabgeordneten nicht sehr beliebt sei. Sie sei laut Schmidt außerdem “gar nicht so hart und entschlossen”, wie sie in ihren Reden den Eindruck erwecke. Krah habe auch von einem Putschplan von Weidels Co-Chef Tino Chrupalla berichtet, der seine lesbische Parteifreundin loswerden wolle. So habe Krah vor der Bundestagswahl in diesem Jahr erklärt, sie solle ruhig Kanzlerkandidatin werden. Sollte sie dann wegen “ihrer Schwäche und mangelnden Führungsqualitäten” ins Straucheln geraten, könne “Tino dies nutzen” – und den Parteivorsitz alleine an sich reißen. Krah soll Chrupalla bei seinem Vorgehen gegen Weidel unterstützen. Krah dementierte gegenüber dem “Spiegel”, dem Spion Parteiinterna verraten zu haben, “schon gar nicht über das Privatleben von Frau Weidel”.
via queer: “Spiegel”: Spion soll intime Details über Alice Weidel nach China gemeldet haben
siehe auch: Prozess gegen Krah-Assistenten Jian G. Die geheimen AfD-Dossiers des mutmaßlichen China-Spions Der Ex-Mitarbeiter des Politikers Maximilian Krah kommt wegen Spionage vor Gericht. Er soll Parteiinterna ausgeforscht haben, darunter intime Details über die Vorsitzende Alice Weidel. Für die AfD könnte der Prozess peinlich werden. Das Word-Dokument war in chinesischer Sprache verfasst und trug einen poetischen Dateinamen: »Tee am Vormittag«. Nach Ermittlungen des Bundeskriminalamts (BKA) wurde es am 7. Januar 2024 erstellt, um 21.10 Uhr, von einem gewissen Jian G., damals Mitarbeiter des AfD-Politikers Maximilian Krah im Europaparlament. In dem Dossier fasste der gebürtige Chinese G. ein vertrauliches Gespräch mit seinem Boss zusammen. Angeblich hatte er ihn am Tag zuvor in einem Frühstückscafé am Rand der tschechischen Hauptstadt Prag getroffen. Dem Dokument zufolge berichtete Krah seinem Assistenten G. ausführlich von Parteiinterna und lästerte über AfD-Chefin Alice Weidel. Auch Details aus dem Privatleben von Weidel und ihrer Lebensgefährtin soll Krah zum Besten gegeben haben – vom Verfasser des Dossiers akribisch dokumentiert. (…) Inzwischen geht die Generalstaatsanwaltschaft Dresden der Frage nach, ob sich Krah für seinen chinafreundlichen Schmusekurs hat schmieren lassen. Bei den Ermittlungen gegen Jian G. stießen die Fahnder auf verdächtige Zahlungen. Von April 2019 bis Dezember 2022 sollen mehr als 50.000 Euro an Anwaltskanzleien geflossen sein, für die Krah tätig war. Das Geld stammte von Firmen aus Jian G.s Umfeld. Krah sei, so heißt es in Ermittlungsakten, von seinem Mitarbeiter mit Geld versorgt worden. Dabei habe es Bemühungen gegeben, Zahlungen mithilfe von Scheinrechnungen zu verschleiern. Krah bestreitet das vehement. Er habe keine Bestechungsgelder bekommen und auch sonst nichts Illegales getan. Es habe sich um eine »vollkommen normale anwaltliche Tätigkeit« gehandelt