Ein Schnappschuss, der seit wenigen Tagen in den sozialen Medien kursiert, sorgt für Unruhe bei Zweitligaaufsteiger Dynamo Dresden. Zu sehen sind drei hochrangige Vereins-Funktionäre und ein Mitglied des sächsischen Landesverbandes der Alternativen für Deutschland (AfD). In Sachsen gilt der Ableger der Partei als “gesichert rechtsextremistisch”. Diese Einschätzung geht aus einem Urteil des sächsischen Oberverwaltungsgerichts vom 21. Januar 2025 hervor. Konkret zeigt der Schnappschuss Peter Krüger (Vize-Präsident), Thomas Blümel (Aufsichtsrat) und Jens Genschmar (Traditionsbeauftragter). In der Mitte der beiden Letztgenannten steht Thomas Ladzinski. Der 36-Jährige vertritt den sächsischen Landesverband seiner Partei als gewählter Direktkandidat im Deutschen Bundestag. Gepostet wurde das Foto von Holger Zastrow, der das strahlende Quintett komplettiert. Entstanden sein soll das Foto laut Bildunterschrift “Mitte Mai”. Als Anlass der Zusammenkunft nennt der Verfasser die Feier anlässlich des 60. Geburtstag von Aufsichtsrat Blümel. Eine augenscheinlich private Veranstaltung, die aufgrund der öffentlichkeitswirksamen Ämter aller Beteiligten nur schwerlich als solche gewertet werden kann. Erst recht nicht, nachdem das gemeinsame Party-Foto veröffentlich wurde. Es stellen sich mehrere Fragen Nach der Veröffentlichung des Fotos (via Instagram) stellen sich gleich mehrere Fragen. Warum beispielsweise feiern sich die Vereinsvertreter gemeinsam mit Ladzinski? Gibt es keine Berührungsängste mit einem Vertreter einer Partei, die in Ladzinskis Wahlkreis als “gesichert rechtsextremistisch” gilt? Widerspricht das nicht dem Leitbild und der Fancharta des Vereins? In beiden Werken ist klar und deutlich niedergeschrieben, dass sich Verein und Fans entschlossen gegen “Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung” stellen.

via kicker: Verein äußert sich bislang nicht Dynamo Dresden: Irritation um Foto dreier Funktionäre mit AfD-Abgeordnetem