Russische Soldaten sollen unzählige Zivilisten verschleppt und gefoltert haben. Experten sprechen von Verbrechen gegen die Menschlichkeit – auch deutsche Behörden ermitteln. UN-Sonderberichterstatterin Alice Jill Edwards erhebt schwere Vorwürfe gegen Russland: “Ich habe die russischen Behörden mehrfach aufgefordert, öffentliche Erklärungen abzugeben und ihr Militär sowie die anderen für sie tätigen Kräfte anzuweisen, sicherzustellen, dass jeder Einzelne weiß, dass Folter nach internationalem Recht absolut verboten ist und nicht Teil nachrichtendienstlicher oder sonstiger Operationen sein kann und darf. Ich habe keine Antwort erhalten und auch keine entsprechenden Anweisungen gesehen.” Edwards berichtet von zahlreichen dokumentierten Fällen – darunter Elektroschocks, simulierte Erstickungen und Vergewaltigungen. Moskau verwehre internationalen Beobachtern wie dem Roten Kreuz den Zugang zu den Haftanstalten. (…) Es soll dort sogar Folterkammern geben – Gefangene berichten davon, dass ihnen Tätowierungen ausgebrannt, Körperteile auf Öfen gedrückt und sie mit Elektroschocks gefoltert worden seien. Verhöre wurden laut Zeugen mit Kameras aufgezeichnet. Eine Frau berichtet, wie einer Mitinsassin mit Holzlatten auf die Finger geschlagen wurde, bis sich die Nägel lösten. Der Fall der Journalistin Wiktorija Roschtschyna ist besonders erschütternd. Im August 2023 bei Recherchen festgenommen, wurde offenbar auch sie in Taganrog gefangen gehalten und mutmaßlich misshandelt – sie starb in Gefangenschaft
via zdf: Ukraine-Krieg : BKA untersucht Foltervorwürfe gegen Russland