Polizeibeamte stellten auf dem Grundstück eines Reichsbürgers in Feldkirchen-Westerham ein großes Waffenarsenal sicher. Der Vorfall ereignete sich bereits im April 2024 und wurde nun wieder aktuell. Was hinter dem Einsatz steckte.Eine scharfe Handgranate, mehrere Abreißzünder, Aluminium Sprengkapseln und circa ein Kilogramm Schwarzpulver. Dieses Waffenarsenal wurde auf dem Grundstück eines Reichsbürgers in Feldkirchen-Westerham von Polizeibeamten sichergestellt. Der Einsatz ereignete sich am 9. April 2024 und wurde durch den kürzlich veröffentlichten bayerischen Verfassungsschutzbericht wieder aktuell. Doch was genau ereignete sich damals auf dem Grundstück? In dem über 360 Seiten langen Verfassungsschutzbericht taucht der Reichsbürger aus Feldkirchen-Westerham auf Seite 217 auf. Bei diesem Mann handle es sich um einen amtlich bekannten Angehörigen der Szene, der bereits 2022 mit einem Brief im Reichsbürger-Stil auf sich aufmerksam machte. So habe er sich darin auf die „S.H.A.E.F-Gesetze“ bezogen, die für Reichsbürger der Beleg sind, dass Deutschland als souveräner Staat bis heute nicht existiert. In dem Verfassungsschutzbericht wurde außerdem veröffentlicht, dass das Amtsgericht Rosenheim im April 2024 einen Durchsuchungsbeschluss erließ und die Beamten auf dem Grundstück des Mannes ein ganzes Waffenarsenal fanden. Laut dem Bericht beschlagnahmte die Polizei eine scharfe Handgranate, „mehrere Abreißzünder, Aluminium Sprengkapseln und circa ein Kilogramm Schwarzpulver“. Dass es zu diesem Durchsuchungsbeschluss überhaupt kam, hatte laut einem Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd eine bestimmte Ursache. „Auslöser waren Streitigkeiten im familiären Umfeld, in welchem Äußerungen getätigt wurden, dass eine Handgranate im erweiterten Besitz sein soll“, sagt Kriminalhauptkommissar und Polizeisprecher Michael Spessa.

via ovb online: Feldkirchen-Westerham: Familienstreit führt zu Waffenfund bei Reichsbürger – Das steckt dahinter