Bis zu 40 Personen sollen versucht haben, einen alternativen Jugendclub im Brandenburger Süden zu stürmen. Nach Zeugenangaben grölten die Angreifer rechte Parolen und warfen Steine. Der alternative Jugendclub „Jamm“ in Senftenberg ist am späten Samstagabend offenbar Ziel eines geplanten Angriffs von Rechtsextremen geworden. Der Jugendclub machte den Vorfall am Sonntag auf Instagram öffentlich. Die Polizei bestätigte dem Tagesspiegel einen Großeinsatz in den späten Abendstunden des Sonnabends. Demnach erhielt die Brandenburger Polizei gegen 23 Uhr einen Notruf aus Senftenberg (Landkreis Oberspreewald-Lausitz). Zwischen 30 und vermummte Personen marschierten auf das Gebäude des Jugendclubs zu, die Gruppe soll auch Steine geworfen haben. Stunden zuvor seien von Mitarbeitern des „Jamm“ bereits auffällige Autos in der unmittelbaren Nähe registriert worden, deren Fahrer so wirkten, als würden sie die Umgebung observieren. „Das Team des Jamm reagierte geistesgegenwärtig und konnte alle Besucher ins Gebäude bringen und die Türen schließen“, heißt es im Statement des Jugendclubs. Das gewaltsame Eindringen der vermummten Gruppe in die Räumlichkeiten sei so gerade noch verhindert worden. Der Mob soll bei dem Angriff rechte Parolen wie „Alle Zecken sind Schweine“ gerufen haben, berichtet das „Jamm“ im Statement. Die Angreifer seien dem Umfeld der Fanszene von Energie Cottbus zuzurechnen, schreiben die Betreiber.

via tagesspiegel: „Willkommen in den 90ern“: Vermummte greifen Senftenberger Jugendclub an