Die AfD in Sachsen-Anhalt wollte Mitglieder bestrafen, wenn sie bei Streit in der Partei vor Gericht ziehen. Dazu sollte auf dem Parteitag am Sonntag die Satzung geändert werden. Soweit kam es jedoch nicht. Der Richterbund und andere Parteien im Land kritisierten im Vorfeld das Vorhaben. AfD-Mitglied Kay-Uwe Ziegler wurde am Sonntag aus dem Landesvorstand geworfen. Die AfD in Sachsen-Anhalt hat auf ihrem Parteitag in Magdeburg ihre Satzung angepasst. Gegen den Bundestagsabgeordneten Ziegler gab es einen Abwahlantrag, der eine Mehrheit erhielt. Die Partei wollte zudem Strafen für Mitglieder verhängen, die parteiinternen Streit vor Gericht bringen. (…) Überschattet wurde der Parteitag von internen Streitigkeiten im Vorstand der Partei. Die Delegierten stimmten für einen Antrag, den Bundestagsabgeordneten Kay-Uwe Ziegler aus dem Landesvorstand der Partei auszuschließen. 167 votierten für den Ausschluss, 58 dagegen, 12 enthielten sich. Hintergrund ist ein juristischer Streit zwischen Ziegler und seiner Partei. Vor dem Landgericht Magdeburg hatte Ziegler seine Direktkandidatur zur Bundestagswahl im Wahlkreis Mansfeld-Südharz durchgesetzt und gewann bei der Bundestagswahl sein Mandat mit 43,8 Prozent. Solche Verfahren vor einem öffentlichen Gericht wollte der Landesvorstand künftig innerparteilich ahnden. Eine entsprechender Satzungsänderungsantrag wurde aber vom Vorstand selbst zurückgezogen.

via mdr: PARTEITAG IN SACHSEN-ANHALT AfD Sachsen-Anhalt wirft Bundestagsabgeordneten Ziegler aus Landesvorstand

siehe auch: SCHERBENGERICHT BEIM PARTEITAG  AfD Sachsen-Anhalt schießt Ziegler aus dem Vorstand – es ging um Rache für eine Klage Bei der Bundestagswahl holte Kay-Uwe Ziegler für die AfD das zweitbeste Direktwahlergebnis. Seinen Sitz in der Landesführung ist er aber los – wie der Politiker darauf reagiert. Eine Woche nach der Bundestagswahl hat die AfD in Sachsen-Anhalt ein prominentes Mitglied abgestraft