Es gebe fast 1000 Juden in AfD, sagte die Chefin der AfD in der Talkshow von Caren Miosga. Der Vorsitzende des parteinahen Vereins widerspricht. Seit 2018 gibt es einen Verein, in dem man nur aktives Mitglied werden kann, wenn man Parteimitglied der AfD ist – und sich zum Judentum bekennt. Der Verein gehört nicht formal zur AfD, sondern ist unabhängig. Er nennt sich „Juden in der AfD“ oder JAfD. Zur Gründungsversammlung in Wiesbaden kamen 19 Mitglieder. Und mehr als 50 Journalisten. Der Zentralrat der Juden und andere jüdische Organisationen protestierten scharf gegen die Gründung. Hat der Verein inzwischen mehrere hundert jüdische Vollmitglieder? Das legte Alice Weidel nahe, die Chefin der AfD, als sie am vergangenen Sonntag in der Talkshow von Caren Miosga in der ARD auf die Juden in der AfD zu sprechen kam. Miosga wollte wissen, wie viele das inzwischen seien. Weidel sagte, es seien „ein paar hundert“, die Zahl sei, so glaube sie, schon „fast im vierstelligen Bereich“. Der amtierende Vorsitzende der JAfD kann diese Zahlen nicht bestätigen. Weder für die Gegenwart noch für die letzten sieben Jahre. Dem Verein JAfD hätten „nie weniger als 20 Mitglieder angehört und nie mehr als 30,“ sagte Artur Abramovych der Berliner Zeitung. Abramovych, 29, gehörte zu den Gründern der JAfD. Man habe zeigen wollen, dass auch Juden in der Partei aktiv sind, sagt er. Er lebt in Berlin-Friedrichshain. Seinen Angaben zufolge hat der Verein derzeit derzeit 22 Vollmitglieder. Es gebe noch mal zehn bis 20 Juden in der Partei, die nicht bei der JAfD mitmachten oder die wieder aus dem Verein, nicht aber aus der Partei ausgetreten seien, sagte Abramovych der Berliner Zeitung
via berliner zeitung: Alice Weidel nennt falsche Zahlen: So viele Juden in der AfD gibt es wirklich