Nur zwei Tage nach dem tödlichen Messerangriff in Aschaffenburg soll im benachbarten Hanau ein Terroranschlag verhindert worden sein – behauptet die AfD im Landtag. Die Polizei und das Innenministerium widersprechen. Die AfD fordert dennoch Aufklärung. Das hessische Innenministerium hat einen Bericht der AfD über einen vereitelten Terroranschlag in Hanau zurückgewiesen. Es gebe keinen Hinweis darauf, dass ein Mann mit verdächtigen Gegenständen, die bei ihm gefunden worden seien, eine Straftat habe begehen wollen, teilte das CDU-geführte Ministerium mit. “Insoweit ist auch gegenwärtig nicht davon auszugehen, dass ein Terroranschlag vereitelt wurde.” Die hessische AfD-Landtagsfraktion hatte zuvor eine Pressemitteilung mit der Überschrift “Anschlag eines Afghanen in Hanau vereitelt – warum wurde die Öffentlichkeit nicht informiert?” verbreitet. Sie bezog sich damit auf einen Vorfall, der sich bereits am Freitag in Hanau zugetragen hatte. Laut Innenministerium war der Mann, der afghanischer Staatsbürger ist, am Freitag im Bürgerbüro in Hanau erschienen und hat dort einen verwirrten Eindruck hinterlassen. Er habe angekündigt, dass er freiwillig ausreisen wolle, und das Bürgerbüro wieder verlassen. Dieses Verhalten sei den Mitarbeitern seltsam erschienen. Deshalb hätten sie die Polizei verständigt.
via ntv: AfD Hessen spricht von vereiteltem Anschlag – Ministerium dementiert