Die AfD im Sächsischen Landtag hat Alexander Wiesner als Ausschussvorsitzenden nominiert. Das lehnen CDU, SPD, Grüne und Linke ab. Die Parteien befürchten, dass Wiesners Kontakt zu einem mutmaßlichen Rechtsextremisten aus der Gruppe der “Sächsischen Separatisten” dem Ansehen des Landesparlamentes schaden könnte. Doch auch die eigenen früheren Positionen des AfD-Mannes sehen die Parteien als problematisch. CDU, SPD, Grüne und Linke lehnen den AfD-Kandidaten Alexander Wiesner für einen Ausschussvorsitz ab. Der AfD-Politiker in der Vorsitzendenfunktion schade den Parteien zufolge dem Ansehen des Sächsischen Landtages. (…) Wiesner habe einen Mitarbeiter beschäftigt, der als mutmaßliches Mitglied der rechtsextremen “Sächsischen Separatisten” verhaftet worden sei, erklärte der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU, Sören Voigt. Im November verhaftete die Bundesanwaltschaft acht Männer in Sachsen und Polen, die der rechtsextremistischen Terrorvereinigung “Sächsische Separatisten” angehören sollen. Darunter ist auch der AfD-Lokalpolitiker Kurt Hättasch, der im Landtagsbüro Wiesners arbeitete. Wiesner habe ihm sofort nach Bekanntwerden der Festnahme gekündigt, teilte die AfD-Landtagsfraktion im November 2024 mit. Landesvorsitzender in rechtsextremistischer Jugendorganisation Doch auch Wiesners eigene Positionen seien problematisch, sagte CDU-Politiker Voigt. “Er selbst war bis vor kurzem noch Kreischef und Landesvorsitzender der Jungen Alternative in Sachsen, die sowohl vom Bundesamt für Verfassungsschutz als auch vom Landesamt für Verfassungsschutz als erwiesen rechtsextremistisch eingestuft ist.”
via mdr: SÄCHSISCHER LANDTAG Breite Ablehnung gegen AfD-Mann Wiesner als Ausschuss-Vorsitzenden
