SPIEGEL-Recherchen ergaben, dass ein damaliger Mitarbeiter eines AfD-Bundestagsabgeordneten offenbar Kontakt zum russischen Geheimdienst FSB unterhielt. Nun hat die EU den Mann auf ihre Sanktionsliste gesetzt. Die EU-Außenminister haben am Montag in Brüssel Einreise- und Vermögenssperren gegen 19 Personen sowie Organisationen beschlossen. Von ihnen sollen mindestens fünf an Spionage- und Desinformationsaktivitäten gegen Deutschland beteiligt gewesen sein. Zu den Männern und Frauen, gegen die Sanktionen verhängt werden, zählt Wladimir Sergijenko , ein früherer Mitarbeiter des AfD-Bundestagsabgeordneten Eugen Schmidt. Laut einer Mitteilung des Europäischen Rats  wird Sergijenko vorgeworfen, an der Destabilisierung von EU-Mitgliedstaaten beteiligt gewesen zu sein. Der Ex-Abgeordnetenmitarbeiter habe »aktiv mit russischen Geheimdienstbeamten zusammengearbeitet«, um die Demokratie in Deutschland zu untergraben. Alle Gelder, die Sergijenko in der Europäischen Union noch horten sollte, werden eingefroren, Überweisungen an ihn sind fortan verboten. Einreisen in die EU sind ihm nicht mehr erlaubt. Auf eine Anfrage des SPIEGEL reagierte er zunächst nicht.

via spiegel: Verbindungen zu russischem Geheimdienst EU verhängt Sanktionen gegen Ex-AfD-Mitarbeiter