Die Schoko-Nikoläuse – auch sie ein religiöses Symbol – auf den Tischen der Aalener Stadträtinnen und Stadträte kamen genau zu rechten Zeit: Der Kultur-, Bildungs- und Finanzausschuss hatte einen Antrag der AfD zu beraten, die religiöse Symbole im Ratssaal verbieten lassen will. Die AfD als “Verbotspartei”? Der Antrag scheiterte krachend, nicht einmal alle AfD-Räte stimmten zu. AfD-Stadrat Andreas Lachnit durfte – als Sprecher der Antragsteller – als Erster ans Mikro, um den Antrag zu begründen. Und irgendwie ahnte er schon, was auf ihn zukommen wird: “Sie werden jetzt reden von Spaltung, von Hetze, von schäbig und Populismus”, sagte er zu den nachfolgenden Rednern und Rednerinnen, “aber uns geht es nicht um die katholische Nonne, den buddhistischen Mönch oder den jüdischen Rabbi.” Der AfD gehe es nur darum, dass Menschen in Ausübung ihres Ehrenamts keine aktive Werbung für ihre Religion machen. So lautete der Antrag der AfD zur Geschäftsordnung: “Den Mitgliedern des Gemeinderats ist es nicht gestattet, religiöse Gegenstände, Insignien oder Kleidungsstücke, welche aus eindeutig religiöser Motivation wie Überzeugung herausgetragen oder zur Schau gestellt werden (religiöse Verschleierung bzw. Verhüllung des Körpers jedweder Prägung, Kippas, Kreuze, etc.), im Sitzungssaal deutlich sichtbar zu tragen, sofern sie ihr Amt ausüben.”
via schwäbische: „Passt wohl nicht in ihr Weltbild“: AfD scheitert krachend mit Kopftuchverbot