Trotz öffentlicher Kritik und einem eingeleiteten Ausschlussverfahren bleibt Dominik Asch, Mitglied der rechtsextremistischen Jungen Alternative, Feuerwehrmann in Schöneck. Schöneck – Der Gemeindevorstand der Gemeinde Schöneck hat das eingeleitete Ausschlussverfahren gegen den Feuerwehrmann Dominik Asch eingestellt. Darüber informierte die Feuerwehr Schöneck gestern in einer Mitteilung. Ein Ausschluss würde einer gerichtlichen Überprüfung mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht standhalten, hieß es dort als Begründung. Zum Hintergrund: Im Februar dieses Jahres hatte Asch als Gast bei einer Podiumsdiskussion zur Bürgermeisterwahl erstmals öffentlich in seiner Heimatgemeinde erklärt, dass er stellvertretender Landesvorsitzender der AfD-Nachwuchsorganisation Junge Alternative (JA) ist. Diese gilt als gesichert rechtsextremistisch. Im Zuge von Recherchen unserer Redaktion stellte sich heraus, dass Asch in Schöneck vielfältig engagiert ist: als Feuerwehrmann, im Fußballverein und im Tennisclub. Schnell kam die Frage auf, wie das zusammenpasst: rechtsextremistische Gesinnung und Zugehörigkeit zu Feuerwehr beziehungsweise Verein. Auf Anfrage hieß es seitens der Gemeinde zunächst, dass sich Asch „im Einsatz- und Übungsdienst stets weltanschaulich neutral“ verhalten habe. Mitgliedschaft und Ausschluss aus der Feuerwehr Schöneck könnten nur aufgrund gültiger Rechtsvorschriften vollzogen werden. Einen Verstoß gegen die gültigen Rechtsvorschriften gebe es aber nicht.

via fr: Kein Ausschluss: AfD-Mann Asch bleibt Feuerwehrmann in Schöneck