Vor der Wahl witterten einige AfD-nahe Nutzer auf X Wahlmanipulation. Nun sind diese Vorwürfe weitgehend verstummt. Die Bundeswahlleiterin registrierte keine Auffälligkeiten – Expertinnen erkennen eine Struktur. “Strukturierte Manipulation”, “gravierende Unregelmäßigkeiten und Wahlbetrug zum Nachteil der AfD”: Noch bevor die Stimmzettel der Europawahl ausgezählt worden sind, witterten einige AfD-nahe Nutzer in den sozialen Netzwerken bereits einen großen Skandal. Der Vorwurf: Wahlhelfer würden die Ergebnisse so manipulieren, dass der Anteil der AfD am Ende niedriger ausfällt, als er in Wahrheit sei.Nach den ersten Hochrechnungen, aus denen die AfD als eine der Wahlgewinner hervorging, nahmen die Betrugsvorwürfe ab. Zwar wurde von einigen behauptet, dass die AfD ohne die angebliche Manipulation noch mehr Stimmen erhalten hätte und an den Ergebnissen noch etwas “geschraubt und gedreht” werde, um die Partei möglichst klein zu halten. Einen großen Aufschrei gab es jedoch nicht.”Durch die Behauptung über angebliche Wahlfälschung kann zum einen versucht werden, von Skandalen im Vorfeld der Wahl abzulenken”, sagt Sarah Shiferaw, Trainerin für Erwachsenenbildung im Bereich Desinformation beim Institute for Strategic Dialogue Germany (ISD). “Zum anderen macht man es in weiser Voraussicht, sollten die Ergebnisse nicht so ausfallen, wie man es sich erhofft hat.” Wenn die Ergebnisse dann doch passten, verstummten diese Stimmen über Wahlfälschung einfach.

via tagesschau: Rechtspopulistische Parteien Betrugsvorwürfe – wenn das Ergebnis nicht passt