Ein Jahr nach den rechtsextremistischen Vorfällen an einer Schule in Burg hat die Staatsanwaltschaft Cottbus fünf Verfahren eingestellt. Gleichzeitig wollen weitere Lehrkräfte die Schule verlassen. Der neue Schulleiter zeigt sich dennoch optimistisch. Von Sascha Adamek und Jo Goll Die juristische Aufarbeitung der rechtsextremen Vorfälle an einer Schule in Burg (Spree-Neiße) ist weitgehend abgeschlossen. Auf Anfrage teilte die Staatsanwaltschaft dem rbb mit, dass es insgesamt sieben Ermittlungsverfahren gegeben habe. Fünf Verfahren seien eingestellt worden, in einem Fall wird nach Abschluss der Ermittlungen gegen einen Jugendlichen geprüft, was nun geschehen soll. Ein weiterer Fall sei bereits im September vergangenen Jahres an die Staatsanwaltschaft Chemnitz abgegeben worden. In der Mehrheit der Fälle ging es um den Vorwurf, dass verfassungsfeindliche Symbole gezeigt worden waren: Es ging um das mehrfache Zeigen des Hitlergrußes und Hakenkreuz-Schmierereien. In Chats sollen auch rassistische oder homophobe Inhalte geteilt worden sein. Alle Verfahren richteten sich gegen Kinder oder Jugendliche. In einem der Verfahren, bei dem mehrere Jugendliche den Hitlergruß gezeigt hatten, seien die Ermittlungen gegen zwei der Beschuldigten schon “aufgrund deren Strafunmündigkeit” eingestellt worden. Die anderen Beschuldigten seien zum Tatzeitpunkt zwischen 14 und 16 Jahre alt gewesen. Ihrer Tat habe “ein jugendtypisches, unreflektiertes und gruppendynamisches Verhalten zugrunde gelegen”, begründete die Staatsanwaltschaft Cottbus die Einstellung des Verfahrens.

via rbb: Ein Jahr nach Brandbrief Rechtsextremistische Vorfälle in Burg: Fast alle Verfahren eingestellt

siehe auch: Fast alle Ermittlungen über rechtsextreme Vorfälle eingestellt An einer Schule in Burg zeigten Schüler vor einem Jahr den Hitlergruß, schmierten Hakenkreuze, verhielten sich rassistisch. Fünf von sieben Verfahren wurden eingestellt. An der Grund- und Oberschule in Burg kam es vermehrt zu rechtsextremen Vorfällen – mit bisher nur wenigen Konsequenzen. © dpa Nach rechtsextremen Vorfällen an einer Schule im brandenburgischen Burg ermittelt die Staatsanwaltschaft Cottbus noch in einem von ursprünglich sieben Fällen. Fünf Verfahren wurden eingestellt, ein weiteres wurde an die Staatsanwaltschaft in Chemnitz abgegeben, teilte eine Sprecherin der Behörde mit. In einem Fall wird laut dem rbb nach Abschluss der Ermittlungen gegen einen Jugendlichen geprüft, was nun geschehen soll.