Laut BR-Informationen waren bei den Bauernprotesten in München auch Personen mit rechtsextremen Symbolen sichtbar. An der zentralen Münchner Kundgebung nahmen laut Bayerischem Bauernverband 10.000 Menschen teil. Die rechtsextreme Kleinstpartei “Freie Sachsen” hat die am Montag begonnenen bundesweiten Bauernproteste für ihre Zwecke missbraucht. In Dresden versammelten sich Augenzeugen zufolge mehrere Tausend Menschen zu einer Kundgebung und zogen durch die Altstadt, wie die Polizeidirektion Dresden mitteilte. Die “Freien Sachsen” hatten zum “Tag des Widerstands” aufgerufen. Die Partei selbst sowie auch Beobachter sprachen von rund 10.000 Menschen, die dem Aufruf folgten. Radikale Forderungen der Demonstrierenden wie „Ampel auslöschen“ und „Nieder mit der Regierung“ hatten allerdings nichts mit der Forderung der Bauern, die Kürzungen von Agrarsubventionen in Deutschland zurückzunehmen, zu tun. Rechtsextreme bei Kundgebung in München Laut BR-Informationen waren bei den Bauernprotesten in München auch Personen mit rechtsextremen Symbolen sowie Banner mit verschwörungsideologischen Inhalten sichtbar. Wie mehrere Quellen bestätigen, waren Vertreter der Identitären Bewegung sowie des Dritten Weges auf der Kundgebung am Odeonsplatz vertreten. Auch die vom Verfassungsschutz beobachtete Burschenschaft Danubia war mit Mützen und der NS-Landvolkfahne unter den Protestierenden. Trotz vorheriger Warnung und Distanzierung des Bauernverbandes wurden auch drei Galgen gesichtet. Ein Banner mit der Aufschrift “Ohne Bauernstand stirbt unser Bayernland” war deutlich sichtbar mit den Farben der Reichsflagge bemalt. Auch ein bekannter Medienaktivist aus dem Querdenken-Spektrum war auf der Kundgebung am Odeonsplatz anwesend.

via br: Bauernprotest-Ticker: Rechtsextreme bei Kundgebung in München

siehe auch: STÖRAKTIONEN «Aufrufe mit Umsturzfantasien»: Rechtsextreme kapern Bauern-Proteste in Deutschland Extremisten wie Freie Sachsen, NPD-ler oder von der AfD haben in Deutschland die Bauernproteste gekapert. Auf ähnliche Weise waren sie bereits an den Corona-Demos zu Pandemiezeiten präsent. (…) «Es kursieren Aufrufe mit Umsturzfantasien. Extremistische Gruppen formieren sich, völkisch nationalistische Symbole werden offen gezeigt. Es wird sichtbar, dass in den letzten Jahren etwas ins Rutschen geraten ist, was den legitimen demokratischen Protest und die freie Meinungsäusserung entgrenzt», sagte der Grünen-Politiker in einem auf sozialen Medien verbreiteten Video. Darin forderte er auch eine Debatte über einen Wandel der Landwirtschaft. Beiträge auf dem Nachrichtendienst «X» (etwa unter #Dresden) zeigen, dass sich die «Freien Sachsen», AfD-Anhängerinnen und -Anhänger, NPD-ler und andere Rechtsextreme sowie staatsfeindliche Identitäre unter die Bauern-Proteste gemischt haben und die Aktionen für ihre Zwecke missbrauchen. In Dresden soll der Redner und Rechtsextremist Max Schreiber gemäss deutschen Medien skandiert haben: «Die Zeit wird kommen, dass es Gerichtsverfahren für diese Volksverräter gibt.» Gemeint sind Politikerinnen und Politiker; Ticker zu Bauernprotesten in Sachsen: Rechtsextreme “Freie Sachsen” demonstrieren in Dresden. Seit Sonntagnachmittag protestieren in ganz Sachsen Bauern gegen die geplanten Kürzungen von Subventionen durch die Bundesregierung. Am Montagmorgen haben die Landwirte zahlreiche Autobahnauffahrten im Freistaat blockiert. Auch Kundgebungen sind geplant. Im Landkreis Görlitz gab es schon am Sonntagnachmittag die ersten Blockaden an der A4 und am Abend einen überraschenden Gerichtsbeschluss zu den Demo-Verboten im Erzgebirge. Doch nicht alle halten sich daran. (…) Tausende Menschen demonstrieren auf dem Theaterplatz vor der Semperoper Dresden. Dabei sind Fahnen des einstigen Königreiches Sachsen, die häufig von Anhängern der rechtsextremen Kleinstpartei “Freie Sachsen” mitgeführt werden, zu sehen. Derartige Fahnen wehten auch in Meißen auf der Altstadtbrücke. Auf einem Lastwagen in Dresden wurde auch ein schwarzer Holzgalgen mit einer Ampel aus Pappe aufgestellt. Tags zuvor hatte Bauernpräsident Joachim Rukwied eine klare Distanz von Rechts verlangt und rechte Gruppierungen bei den Demos als unerwünscht erklärt. Die Demo war von den “Freien Sachsen” angemeldet worden.