Bei den Bauernprotesten wurden bereits rechtsextreme und gewaltverherrlichende Symbole gezeigt. Auf Telegram wird derweil zum Umsturz angestachelt. Berlin – Am 8. Januar läuft das Ultimatum des Bauernverbandspräsidenten Joachim Rukwied an die Bundesregierung aus. Ist bis dahin das Ende der Agrardiesel- und KFZ-Steuer-Subventionen für Landwirte nicht zurückgenommen, drohte er mit Protesten, wie es „das Land noch nicht erlebt hat“. Über die Forderungen und Pläne der Bauern berichtete das Fachportal Agrar-Heute. Der Verband sei nicht bereit, sich mit „Teillösungen zufriedenzugeben“. (…) Für die zweite Januarwoche ruft der Bauernverband zur Aktionswoche gegen die Einsparungen auf. Per X (vormals) Twitter distanzierte sich der Verband von „Schwachköpfen mit Umsturzfantasien und extremen Randgruppen“, die versuchen würden, die Proteste zu „vereinnahmen“. Den passenden Überbegriff Rechtsextremismus sucht man in dem Post vergeblich. Am Mittwoch (27. Dezember) berichtete die Tageszeitung taz über diverse gewaltverherrlichende oder rechtsextreme Symbole auf mehreren Bauerndemos. So wurden neben der Großdemo in Berlin, in Stuttgart und im Saarland Galgen gezeigt. Zudem sei in Stuttgart die Flagge der völkisch-nationalistischen Landvolkbewegung aus der Weimarer Republik gezeigt worden. In ihr sammelten sich verschuldete Schleswig-Holsteinische Bauern. Die Bewegung war personell eng mit der NSDAP verwoben. Sie verübten mehrere Bombenanschläge. In Stuttgart wurden außerdem Schilder mit dem Logo der Neonazipartei „Heimat“ (vormals NPD), sowie mit dem Neonazispruch „klagt nicht, kämpft“ gezeigt, berichtete die taz.
via fr: „Schwachköpfe mit Umsturzfantasien“ – Rechtsextreme wollen Bauern-Proteste kapern