Hat Alice Weidel bei ihrer Doktorarbeit wissenschaftlich sauber gearbeitet? Laut einem Bericht der »Süddeutschen Zeitung« gibt es daran Zweifel. Nun ist die Uni Bayreuth mit dem Thema befasst – die AfD-Chefin bestreitet die Vorwürfe. Die Universität Bayreuth prüft, ob die Doktorarbeit von Alice Weidel in Teilen ein Plagiat sein könnte. Nach Informationen der »Süddeutschen Zeitung«  (SZ) hat eine Vorprüfung der Universität ergeben, dass die Doktorarbeit näher untersucht werden soll. Die Arbeit wird die »Kommission für wissenschaftliche Integrität« der Hochschule beschäftigen. Zuvor hatten sich zwei Plagiatesucher an die Universität gewandt. Sie werfen Weidel vor, in ihrer Doktorarbeit aus dem Jahr 2011 fremde Quellen übernommen und dies nicht oder nicht ausreichend gekennzeichnet zu haben. Sie haben ein Gutachten zu Weidels Arbeit erstellt und dieses bei ihrer Hochschule, der Universität Bayreuth, eingereicht. Das Gutachten liegt der SZ vor. »Wir sehen in der Dissertation von Frau Weidel zwar keine großflächigen Plagiate, aber viele kleine Plagiatsfragmente. Hier besteht ein Plagiatsverdacht«, sagte der federführende Autor. (…) In dem Gutachten werden die Vorwürfe auf 36 Seiten dargestellt und Abschnitte aus Weidels Doktorarbeit den mutmaßlichen Originalquellen gegenübergestellt. Das Gutachten listet 32 Plagiatsfragmente und 18 falsch gekennzeichnete Zitate auf. Dabei handelt es sich durchweg um einzelne Textpassagen, um ein paar zusammenhängende Sätze oder auch nur Satzfragmente, die Weidel wörtlich oder sinngemäß übernommen haben soll, ohne dies ausreichend deutlich zu machen.

via spiegel: Doktorarbeit der AfD-Chefin Uni Bayreuth geht Plagiatsvorwürfen gegen Weidel nach

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Von <a href=”//commons.wikimedia.org/wiki/User:Pixeldost” title=”User:Pixeldost”>Michael Lucan</a> – <span class=”int-own-work” lang=”de”>Eigenes Werk</span>, CC BY-SA 3.0 de, Link