Reichsbürger aus der gesamten Bundesrepublik trafen sich Sonnabend auf dem Magdeburger Domplatz. Gleichzeitig fand der Christopher-Street-Day in der City statt. Direkt unter dem Magdeburger Dom hatten sich Sonnabend ab 12 Uhr 1200 sogenannte Reichsbürger und Selbstverwalter (nach Veranstalterangaben), die die Existenz der Bundesrepublik Deutschland leugnen, zusammengefunden, um ihre bekannten Ansichten lautstark zu verbreiten. Ihr Motto „Heimath und Weltfrieden“ (Originalschreibweise). Die Polizei hingegen ging von einer geringeren Zahl aus und sprach am Abend von 700 Teilnehmern. Den Auftakt bildete unter Trommelgedröhn der Aufmarsch über den Domplatz von 26 Fahnenträgern, die die Territorien des „Reichsgebietes“ von 1871 darstellen sollten. 25 plus 1, wie gebetsmühlenartig betont wurde, gehört doch das „Reichsland Elsass-Lothringen“ seit November 2018 zu Frankreich. Das hat sich allerdings nicht bei jedem der Teilnehmer herumgesprochen. So hieß es bei einem Redner: „Elsass-Lothringen ist ein untrennbaren Bestandteil Deutschlands“. Aufmarschiert waren unter anderem das „Großherzogtum Sachsen Weimar Eisenach“ ebenso wie das „Herzogtum Anhalt“ die „Fürstentümer Reuß ältere und jüngere Linie“ sowie unter tosendem Beifall die drei „Königreiche Bayern, Sachsen und Württemberg“.

via volksstimme: “Reichsbürger”-Treff auf Domplatz in Magdeburg trifft auf CSD-Umzug