Das sind die offenen Fragen zu Rettungseinsatz Ein schwerer Unfall, eine Rettungsleitstelle mit einem politisch zweifelhaften Disponenten und eine unglaublich lange Suche nach einer aufnahmebereiten Klinik. (…) Und jetzt will er aufklären, warum er, nachdem er einen Autounfall überlebt hatte, beinahe verblutet wäre. Was war passiert? Stohn war am 10. Dezember 2022 mit seinem Auto im Fläming unterwegs, als ein Reifen platzte und er gegen einen Baum geschleudert wurde. Wie er gegenüber MOZ.de berichtete, haben nachfolgende Autofahrer umgehend den Notruf alarmiert. Ein Rettungswagen kam und das Unfallopfer wurde nach Ludwigsfelde ins Krankenhaus gebracht. Diagnose: Ein Trümmerbruch im linken Bein und schwere Schnittwunden im rechten Bein, verbunden mit schweren Blutungen. Wie Stohn berichtet, haben ihm die Ärzte in Ludwigsfelde erklärt, dass ein älterer Patient so schwere Blutverluste wohl nicht überlebt hätte. Disponent mit viel Hass im Bauch leitete den Einsatz Anderthalb Monate nach dem Ereignis ist der Unfall von Erik Stohn zu einem Politikum geworden, das nicht nur die Verwaltungen von Teltow-Fläming und Brandenburg an der Havel beschäftigt, sondern auch das brandenburgische Gesundheitsministerium auf den Plan gerufen hat. Mitte Januar 2023 wurde bekannt, dass der Disponent in der Rettungsstelle in Brandenburg an der Havel, der den Notruf zum Unfall von Stohn bearbeitet hatte, suspendiert worden ist. Durch die Anrufer in der Leitstelle, die den Politiker erkannten, wusste er wohl, dass es sich bei dem Unfallopfer um einen Politiker handelte. Die „Märkische Allgemeine“ berichtete, dass der Disponent laut Kollegenaussagen von „Volksverrätern der SPD und CDU“ gesprochen habe und sagte, Stohn hätte ruhig noch schneller fahren können. Erik Stohn hat sich daraufhin an den Oberbürgermeister von Brandenburg an der Havel als Dienstherren der Leitstelle gewandt und um Aufklärung gebeten. Es geht ihm um die Frage, ob der suspendierte Disponent, der offensichtlich schon länger mit Verschwörungstheorien und homophoben Äußerungen aufgefallen war, seinen Rettungseinsatz verzögert hat
via moz: Unfall von SPD-Politiker Warum wäre Erik Stohn fast verblutet?
siehe auch: Keine schnelle Hilfe nach Unfall Wollte Rettungsdienst-Mitarbeiter SPD-Mann verbluten lassen? Bei einem Verkehrsunfall verletzt sich Erik Stohn schwer. Die Rettung dauert ungewöhnlich lange. Nun äußert der SPD-Mann einen schrecklichen Verdacht. Am 10. Dezember fährt Erik Stohn durch Brandenburg, als ein Reifen platzt und das Fahrzeug gegen einen Baum prallt. Der SPD-Landtagsabgeordnete überlebt – doch, so Stohns Verdacht, nicht wegen, sondern trotz des von ihm selbst gerufenen Rettungsdienstes. Das schreibt Stohn nun in einem Brief an den Oberbürgermeister der Stadt Brandenburg/Havel, über den zunächst der “Tagesspiegel” berichtet hatte. Dem 39-Jährigen gelingt es, sich aus dem komplett zerstörten Fahrzeug zu befreien und schwer verletzt den Notruf abzusetzen. Und doch, so schreibt Stohn, dauert es über zwei Stunden, bis er endlich im Krankenhaus in Ludwigsfelde ankommt – ungewöhnlich lange, wie ihm vor Ort bestätigt wird.