Die Mehrheit der AfD um Parteichef Tino Chrupalla will der Ukraine keine Waffen liefern und Russland nicht sanktionieren. In der Partei regt sich nun Widerstand gegen die „Moskowiter“ in den eigenen Reihen. Und: Ein russischer Pass wirft Fragen auf. Eine gemeinsame Recherche mit dem ZDF-Magazin Frontal (…) Die Nähe von AfD-Politikern zur russischen Regierung ist seit Langem bekannt, auch in NRW gibt es besondere Beziehungen. Etwa der Bundestagsabgeordnete aus Essen, Stefan Keuter. Er knüpfte seit seinem Einzug in den Bundestag 2017 enge Kontakte zu  Russland. Seine Facebookseite zeigt Empfänge in der russischen Botschaft und Reisen nach Russland als sogenannter Wahlbeobachter. Keuter stellte den Wahlen in Russland einen Persilschein aus. Auch Keuter ist gegen Waffenlieferungen an die Ukraine und Sanktionen gegen Russland. Er bedauert, dass die russisch-deutsche Parlamentariergruppe ausgesetzt wurde, deren Vorsitz er geführt hätte. Das ARD-Magazin Kontraste berichtete, dass der AfD-Bundestagsabgeordnete Keuter per Zoom nach Kriegsbeginn an einer Konferenz in Moskau „Wirtschaft gegen Sanktionen“ teilgenommen habe. (…) Die Russlandnähe vieler Funktionäre macht die AfD-Spitze nervös. CORRECTIV und Frontal erhielten aus interner Quelle die Bestätigung, dass auffällige Mitglieder vom Bundesvorstand einen Fragenkatalog erhielten, in dem sie unter anderem erklären sollten, ob sie „Angebote“ von russischer Seite bekommen hätten. (…) Der Streit in der AfD um die richtige Antwort auf den russischen Angriffskrieg trifft einen zentralen Kern der Partei und könnte sich auch auf die Wahl in NRW auswirken. Aus NRW kommt mit Roger Beckamp ebenfalls ein Bundestagsabgeordneter, der im Bundestag für die Waffenlieferungen gestimmt hat.

via correctiv: Der russische Angriffskrieg spaltet die AfD vor NRW-Landtagswahl