Russian Foreign Minister Sergey Lavrov attends a joint news conference with Eritrea Foreign Minister Osman Saleh Mohammed following their talks in Moscow, Russia, last week. Russia’s Foreign Minister Sergei Lavrov said in an interview on Italian television on Sunday that the fact Ukraine’s President Volodymyr Zelenskyy is Jewish does not negate the Nazi elements in his country. Lavrov added that Nazi Germany’s Chancellor Adolf Hitler also “had Jewish blood.”

via haaretz: Lavrov Compares Ukraine’s Zelenskyy to Hitler, Who Also ‘Had Jewish Blood’

Die These der “jüdischen Wurzeln” geht zurück auf Hans Frank, Hitlers Generalgouverneur von Polen. Lavroy gibt Propaganda eines Nazis wieder.

siehe dazu auch: Hatte Hitler jüdische Vorfahren? “Wer mag das alles ausdeuten können!”. Hin und wieder taucht in Diskussionen die Behauptung auf, Hitler hätte jüdische Vorfahren gehabt. Als Quellen werden verschiedene Publikationen genannt, beispielsweise Dietrich Bronder, Bevor Hitler kam oder auch Hennecke Kardel, Adolf Hitler – Begründer Israels. Letztlich greifen jedoch alle diese Werke nur auf einen einzigen Urheber zurück: auf Hans Frank, Hitlers Generalgouverneur in Polen. Hans Frank behauptete, der “Führer” habe von Patrick Hitler, einem Sohn seines Halbbruders Alois, einen Brief erhalten – möglicherweise ein Epressungsversuch, weil es in Hitlers Familiengeschichte “gewisse Umstände” gäbe. Hans Frank schreibt dazu: der Vater Hitlers war das uneheliche Kind einer in einem Grazer Haushalt angestellten Köchin namens Schickelgruber aus Leonding bei Linz; Frankenberger-These. Die Frankenberger-These, auch Frankenreiter-These, ist eine in der historischen Forschung weitgehend als widerlegt geltende These, die eine jüdische Abstammung Adolf Hitlers behauptet. Unter Berufung auf die nicht mit letzter Sicherheit geklärte Abstammung von Hitlers Vater Alois Hitler – der 1837 als unehelicher Sohn der Hausmagd Anna Maria Schicklgruber zur Welt kam – stellt die Frankenberger-These die Behauptung auf, dass der unbekannte Erzeuger von Hitlers Vater ein jüdischer Kaufmann aus Graz namens Leopold Frankenberger (oder Frankenreiter) – oder dessen jugendlicher Sohn – gewesen sei und dass Adolf Hitler demnach im Sinne der später von seinem eigenen Regime veranlassten Nürnberger Rassengesetze ein „Vierteljude“ gewesen sei. (…) Das Archiv der Stadt Graz kam in den 1960er Jahren zu dem Ergebnis, dass der angebliche Frankenberger wahrscheinlich identisch war mit Leopold Frankenreiter: Zum einen sei in den Einwohnerlisten der Stadt Graz für den fraglichen Zeitraum kein einziger Frankenberger zu finden und zum anderen entspreche dieser Name dem Namen, den Hitlers Neffe William Patrick Hitler dem Arbeitgeber von Hitlers Großmutter zuschrieb. Frankenreiter sei allerdings nicht jüdischer Abstammung gewesen, sondern mit seiner gesamten Familie katholisch getauft gewesen.[4] Der Name Frankenberger blieb aber auch nach dieser Richtigstellung der in der Literatur weitaus häufiger anzutreffende. Joachim Fest urteilte, dass „der Mangel an nachprüfbaren Belegen […] die These freilich überaus fragwürdig erscheinen“ lasse. Frank habe zwar wenig Anlass gehabt, Hitler wissentlich fälschlich jüdische Vorfahren zuzuschreiben, dennoch könne „die These der ernsthaften Erörterung kaum noch“ standhalten.[5] Die „eigentliche Bedeutung“ der These liege „denn auch weniger in ihrer objektiven Stichhaltigkeit“. „Weit entscheidender und psychologisch von Bedeutung“ sei es gewesen, „daß Hitler seine Herkunft durch die Ergebnisse Franks in Zweifel gezogen sehen mußte. […] Adolf Hitler wußte nicht, wer sein Großvater war.“[5] Brigitte Hamann schrieb dagegen, „hier wolle der wütende Antisemit Frank den verhassten Juden auch noch die Verantwortung für einen angeblich jüdischen Hitler zuschieben und sie durch Gerüchte verunsichern“.[6] Namhafte Historiker, die die These verwerfen, sind Ian Kershaw,[7] Robert Payne,[8] Walter Görlitz,[9] Anton Joachimsthaler,[10] Christian Graf von Krockow,[11] John Toland[12] und Ernst Deuerlein.[13] Abseits der seriösen historischen Forschung ist die „Enthüllung“ der „jüdischen Abstammung“ Hitlers bis in die Gegenwart immer wieder durch Publikationen mit populärwissenschaftlichem, verschwörungstheoretischem oder sensationslüsternem Einschlag aufgegriffen worden

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