Das Arbeitsklima innerhalb der AfD-Bundestagsfraktion gilt als schwierig, Referenten streben deshalb eine Interessenvertretung an. Und lösen damit neuen Wirbel aus. (…) Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung schwelt schon seit einigen Wochen heftiger Streit unter Referenten über angeblich intransparente Personalentscheidungen durch die Fraktionsspitze. Es gehe etwa um die Vergabe wichtiger Posten und die Höhe von Gehältern, heißt es. Nun droht der interne Streit weiter zu eskalieren. Noch in diesem Monat wollen Mitarbeiter der Bundestagsfraktion etwas auf den Weg bringen, was es bei der AfD bislang nicht gab: einen Betriebsrat. Den Angaben zufolge ist für den 28. April eine Mitarbeiterversammlung geplant. Bislang einziges Thema der Zusammenkunft sei die Gründung eines Betriebs- oder Personalrats, verlautet es aus Fraktionskreisen. Die Begründung lässt tief blicken. Die Initiatoren hofften mit dem Schritt, die eigenen Belange auch gegenüber der eigenen Spitze besser vertreten zu können, sagen Insider. Die Stimmung unter den Referentinnen und Referenten der Fraktion sei alles andere als gut. Auch Abgeordnete wissen um einigen Frust unter den etwa 100 Mitarbeitern. Sie sehen den geplanten Startschuss für den Betriebsrat als unmissverständliche Kritik an der eigenen Führung: “Das ist auch als Misstrauensvotum gegen die Fraktionsspitze um Tino Chrupalla und Alice Weidel zu sehen”, heißt es aus dem Kreis der Bundestagsabgeordneten.

via sz: Bundestag – AfD-Mitarbeiter wollen Betriebsrat gründen

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