Eine Verkehrskontrolle bei Stralsund ist eskaliert: Ein mutmaßlicher Reichsbürger hatte sich im Auto eingeschlossen. Ein Polizist wurde verletzt. Am Samstag fiel Streifenpolizisten auf der L 22 in der Gemeinde Niepars nahe Stralsund gegen 9 Uhr einen Pkw auf. Wegen einer abgelaufenen TÜV-Plakette sollte das Fahrzeug und dessen Fahrer einer Verkehrskontrolle unterzogen werden, so die Polizei. Der Audi-Fahrer soll laut Polizei das Anhaltesignal erst ignoriert und dann etwas später außerorts gestoppt haben. Er weigerte sich, Führerschein und Fahrzeugschein auszuhändigen. Stattdessen habe er laut den Beamten „die Legitimität der Polizisten in reichsbürgertypischer Argumentation angezweifelt” und schloss sich im Fahrzeug ein. Die Polizei entriegelte und öffnete daraufhin nach eigenen Angaben die Fahrzeugtür, wobei es zum Handgemenge kam. Die Polizei setzte Pfefferspray gegen den 56-jährigen Deutschen ein. Ein Polizist wurde am Knie verletzt. Der Audi war laut Polizei aufgrund nicht gezahlter Versicherungsbeiträge zur Entstempelung ausgeschrieben. Aus diesem Grund wurde dem Fahrer anschließend die Weiterfahrt untersagt. Dieser gab dann an, dass er seinen Führerschein nicht mehr haben wolle und übergab diesen an die Polizisten
via nordkurier: REICHSBÜRGER – Verkehrskontrolle mit Pfefferspray und verletztem Polizisten
