Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen mehrere Beamte der JVA aufgenommen. Diese sollen per WhatsApp rechtsextreme Inhalte geteilt haben. Schwere Vorwürfe gegen gleich sieben Beamte der Justizvollzugsanstalt Mannheim. Wie die Staatsanwaltschaft Mannheim am Mittwoch (9. Februar) der Deutschen Presse-Agentur mitteilt, werde derzeit gegen diese ermittelt, da sie rechtsextremistisches Gedankengut verbreitet haben sollen. Es gehe dabei um das Versenden der Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen über Chatgruppen auf WhatsApp. Der Nazi-Skandal sei den Ermittlern im Rahmen der Ermittlungen in einem andere Verfahren, bei dem ein Handy durchsucht worden ist, aufgefallen. Unklar ist, ob es sich hierbei um den Fall eines Wärters handelt, der Mobiltelefone und Drogen an zwei Insassen geschmuggelt haben soll. Im Januar 2022 seien die Wohnung der sieben JVA-Beamte durchsucht worden, wobei insbesondere Handys und Tablets sichergestellt worden sind. Diese müssen nun noch ausgewertet werden. Das Justizministerium hat die Beamten, unter denen sich auch eine Person im Ruhestand befindet, beurlaubt. Zudem wird ein Disziplinarverfahren gegen sie eingeleitet. „Klar ist: im Baden-Württembergischen besteht eine Null-Toleranz-Strategie gegen nationalsozialistisches Gedankengut“, erklärt ein Sprecher des Justizministeriums.
via mannheim24: Mannheim: Nazi-Skandal in der JVA Mannheim – 7 Beamte beurlaubt