Die Betreiber der Chatplattform sind offenbar gegen mehrere Kanäle des rechtsextremen Coronaleugners vorgegangen. Statt Hetzbotschaften zeigt die App nun einen kurzen Hinweis an, doch die Sperre hat Grenzen. Mehrere Kanäle von Attila Hildmann sind in der Chat-App Telegram nicht mehr verfügbar. Wer die Kanäle des rechtsextremen Coronaleugners am Mittwochvormittag aufrufen will, bekommt einen englischsprachigen Hinweis zusehen: »Dieser Kanal kann nicht angezeigt werden, weil er gegen lokale Gesetze verstößt.« Insgesamt sind sieben Kanäle betroffen, die allerdings teilweise auch vorher schon auf privat geschaltet waren oder nur wenige Follower hatten. Der Hinweis wird sowohl in der Desktop-Version von Telegram als auch am Handy in der App eingeblendet. Damit sind Hildmanns Inhalte in der Chat-App weitreichender eingeschränkt als durch eine Maßnahme im Juni des vergangenen Jahres. Damals wurden Hildmanns Inhalte lediglich in den Telegram-Apps blockiert. Wer hinter der Blockade steckte, ist nicht bekannt. (…) Im September des vergangenen Jahres hatte Telegram-Chef Pawel Durow erklärt, dass ein deutschsprachiger Kanal aus der Impfgegnerszene wegen Gewaltaufrufen gelöscht wurde. Gleichzeitig bleiben viele andere extremistische und gewaltverherrlichende Inhalte in der Chat-App weiterhin online. Auch Mordaufrufe gegen Wissenschaftler, Expertinnen und Politiker können immer wieder ungestört auf Telegram verbreitet werden. (Lesen Sie hier mehr über den Telegram-Chef und wie seine App zur Heimat von Extremisten werden konnte.)

via spiegel: »Verstöße gegen lokale Gesetze« – Telegram sperrt einzelne Kanäle von Attila Hildmann

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