Die Beisetzung eines Holocaust-Leugners auf dem Grab eines jüdischstämmigen Wissenschaftlers in Stahnsdorf hat Entsetzen ausgelöst. Nun ist Bischof Stäblein um Wiedergutmachung bemüht: Das Grab des Neonazis soll umgebettet werden. Nach der Bestattung eines Holocaust-Leugners im Grab eines jüdischstämmigen Musikwissenschaftlers auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf (Potsdam-Mittelmark) hat der evangelische Bischof Christian Stäblein den Fall zur Chefsache erklärt. Er sei dafür, dass der Neonazi umgebettet wird, dies solle möglichst bald geschehen. Die Möglichkeiten würden jetzt geprüft, sagte Stäblein gegenüber dem rbb am Mittwoch. Am Dienstagabend hatte Stäblen bei Radioeins vom rbb von einem Versagen der Landeskirche gesprochen. “Man muss das ganz deutlich sagen, das war ein Fehler, ein Versagen unserer Kirche.” Zudem will die die Evangelische Kirche den jüdischstämmigen Wissenschaftler Max Friedlaender in Stahnsdorf besonders würdigen. “Es gibt das Bestreben, auf dem Friedhof Friedlaenders Andenken zu ehren”, sagte eine Sprecherin der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (Ekbo) am Mittwoch.
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