Nach der WikiLeaks-Veröffentlichung „Vault 7“, die Hacking-Operationen der CIA offenlegte, reagierte die Chefetage des Geheimdienstes mit blanker Wut. Der damalige CIA-Chef Mike Pompeo plante, Julian Assange mit Gewalt aus dem Verkehr zu ziehen. Eine Reportage von Yahoo News nennt haarsträubende Details aus der Geheimbehörde, die sich offenbar an kein Gesetz gebunden fühlt. Dass die US-amerikanischen Geheimdienste nicht immer zartfühlend sind, haben sie in ihrer Geschichte häufig bewiesen. Mit welchem Nachdruck und mit welcher Unbefangenheit gegenüber Gesetzen und völkerrechtlichen Abkommen sie allerdings Julian Assange und seinem Umfeld nachstiegen, ist selbst für geheimdienstliche Operationen eine Ausnahme. Darüber berichtet in einer detaillierten Reportage Yahoo News. (…) Dass er in der Botschaft mit Kameras und Mikrofonen minutiös überwacht worden war, kam bereits nach und nach an die Öffentlichkeit. Der neue Bericht von Yahoo News aber beschreibt eine andere Dimension von geheimdienstlichen Operationen: Die CIA hatte vor dem Zugriff durch die Polizei konkrete Pläne geschmiedet, um den Botschaftsaufenthalt mit Gewalt zu beenden. Sogar die Ermordung von Julian Assange durchzuführen, sei kein Tabu des Denkens gewesen. (…)
Dem Bericht von Yahoo News nach löste eine spezielle Veröffentlichung von WikiLeaks den nachhaltigen Zorn der Geheimen aus: Vault 7. Diese umfängliche und detaillierte Sammlung an Dokumenten zeigt das Cyber-Waffenarsenal und die Hacking-Operationen der CIA gegen Smartphones und andere Computer, vor allem mit dem Betriebssystem Windows, bis hin zu Fahrzeugen. Die konkreten Ziele der digitalen CIA-Waffen in Nord- und Südamerika und Europa sowie die Namen der Staatshacker waren zwar überwiegend geschwärzt. Aber einige teure Zero-Day-Exploits, die von der CIA oder von Partnergeheimdiensten gekauft oder entwickelt worden waren, überließ WikiLeaks im Rahmen von „Vault 7“ der interessierten Öffentlichkeit. Die streng geheimen Hacking-Werkzeuge der CIA aus dem Zeitraum von 2013 bis 2016 gelangten also ans Licht und zeigten, wie die weltweiten Spionageoperationen gegen Smartphones und Computer durchgeführt wurden. Der Geheimdienst war bis auf die Knochen blamiert. Später wurde Joshua Schulte, ein früherer Angestellter der CIA, für die Informationsweitergabe angeklagt.

via netzpolitik: Julian Assange – Die Rache der CIA

siehe auch: Kidnapping, assassination and a London shoot-out: Inside the CIA’s secret war plans against WikiLeaks. In 2017, as Julian Assange began his fifth year holed up in Ecuador’s embassy in London, the CIA plotted to kidnap the WikiLeaks founder, spurring heated debate among Trump administration officials over the legality and practicality of such an operation. Some senior officials inside the CIA and the Trump administration even discussed killing Assange, going so far as to request “sketches” or “options” for how to assassinate him. Discussions over kidnapping or killing Assange occurred “at the highest levels” of the Trump administration, said a former senior counterintelligence official. “There seemed to be no boundaries.” The conversations were part of an unprecedented CIA campaign directed against WikiLeaks and its founder. The agency’s multipronged plans also included extensive spying on WikiLeaks associates, sowing discord among the group’s members, and stealing their electronic devices. While Assange had been on the radar of U.S. intelligence agencies for years, these plans for an all-out war against him were sparked by WikiLeaks’ ongoing publication of extraordinarily sensitive CIA hacking tools, known collectively as “Vault 7,” which the agency ultimately concluded represented “the largest data loss in CIA history.” President Trump’s newly installed CIA director, Mike Pompeo, was seeking revenge on WikiLeaks and Assange, who had sought refuge in the Ecuadorian Embassy since 2012 to avoid extradition to Sweden on rape allegations he denied. Pompeo and other top agency leaders “were completely detached from reality because they were so embarrassed about Vault 7,” said a former Trump national security official. “They were seeing blood.”

Sydney Wikileaks 2010-Dec-10.JPG
Von <a href=”//commons.wikimedia.org/wiki/User:Elekhh” title=”User:Elekhh”>Elekhh</a> – <span class=”int-own-work” lang=”de”>Eigenes Werk</span>, CC BY-SA 3.0, Link

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