DIW-Präsident Fratzscher warnt: Ein weiteres Erstarken der AfD in Sachsen-Anhalt würde “nicht nur der Region einen anhaltenden Schaden zufügen”. Bei den Landtagswahlen am Sonntag in Sachsen-Anhalt könnte die AfD erstmals stärkste Kraft werden. Ökonomen warnen, dass der fremdenfeindliche Kurs der Partei viele Unternehmen davon abhalten würde, weiter in dem Land zu investieren. Es drohten massive wirtschaftliche Einbußen. Ökonomen mehrerer Wirtschaftsforschungsinstitute haben vor einem Erstarken der AfD in Sachsen-Anhalt gewarnt, wo am Sonntag ein neuer Landtag gewählt wird. “Eine Stärkung der AfD dürfte Sachsen-Anhalt wirtschaftlich massiv schwächen und Perspektiven verschlechtern”, sagte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, dem “Handelsblatt”. “Unternehmen brauchen gut qualifizierte Fachkräfte und ein Klima der Offenheit und Toleranz.” (…) Auch der Vizepräsident des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), Oliver Holtemöller, warnte vor wirtschaftlichen Nachteilen. “Je größer der Anteil fremdenfeindlicher und diskriminierender Stimmen in der Gesellschaft ist, umso mehr werden qualifizierte Talente Sachsen-Anhalt nicht attraktiv finden und Unternehmensinvestitionen eher an andere Orte fließen”, sagte er dem “Handelsblatt”.
via ntv: Schlechte Wirtschaftsperspektive – DIW warnt vor AfD-Erfolg in Sachsen-Anhalt