Der AfD-Bundesvorstand stellt sich gegen einen Beschluss des Parteitags, den geschassten Leiter der Arbeitsgruppe Verfassungsschutz wieder einzusetzen. Björn Höcke hatte sich in Dresden für Roland Hartwig starkgemacht. Hintergrund ist der Streit um den Umgang mit der dräuenden Beobachtung. Am Abend des zweiten Tages auf dem Dresdner AfD-Parteitag errang der Thüringer Rechtsextreme Björn Höcke seinen größten Sieg: Die Delegierten stimmten dafür, den Juristen Roland Hartwig wieder als Leiter der parteiinternen Arbeitsgruppe Verfassungsschutz einzusetzen. Hartwig war kurz vor Weihnachten 2020 von der Mehrheit im Bundesvorstand um Parteichef Jörg Meuthen geschasst worden. Ebendiese Mehrheit beschloss nun am Montag, den Parteitagsbeschluss zu ignorieren. Der zweite Parteichef Tino Chrupalla sowie die Vizes Stephan Brandner und Alice Weidel sowie Beisitzer Stephan Protschka stimmten dagegen. In einem langen Brief an die Mitglieder, der dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt, schreibt der Bundesvorstand, er sehe sich „nicht in der Lage“, die Resolution „vom Sonntagabend des Bundesparteitags umzusetzen“.

via rnd: AfD-Arbeitsgruppe Verfassungsschutz: Bundesvorstand ignoriert Parteitagsvotum