Jens Vogler ist Fachbereichsleiter der Stadt Burg und wird ab Mai vorübergehend die Amtsgeschäfte des Bürgermeisters übernehmen. Der bisherige Bürgermeister wechselt dann in die Verwaltung nach Magdeburg. Doch Vertreter Vogler gilt als Verschwörungstheoretiker. In Burg wird wahrscheinlich zusammen mit der Landtagswahl am 6. Juni 2021 ein neuer Bürgermeister gewählt. Die Ansichten des vertretungsweisen Stadtoberhaupts sind umstritten. Kornkreise, Chemtrails, UFOS – Jens Vogler veröffentlicht seit Jahren im Internet seine Ansichten über die Welt. “Angesichts dieser offiziellen Darstellungen ist die Frage, ob es UFOs gibt, eindeutig zu bejahen”, heißt es beispielsweise im Jahr 2014 auf seinem privaten Blog “VisionBlue.Info – The world isn’t a disc”, zu Deutsch “Die Welt ist keine Scheibe”. Zuerst hatte der SPIEGEL am 9. Februar 2021 über Jens Vogler und seine Theorien unter dem Titel “Wo ein Verschwörungsideologe Bürgermeister werden könnte” (€) berichtet. Der Anlass für den Artikel: Ab 1. Mai 2021 wird Jens Vogler vorübergehend die Amtsgeschäfte des Burger Bürgermeisters Jörg Rehbaum übernehmen. Dieser wechselt dann auf den Posten als Bau- und Verkehrsamtschef in Magdeburg. Vogler wurde vom Stadtrat schon vor Jahren als Vertreter des Bürgermeisters gewählt. Burgs Pressesprecher Bernhard Ruth erklärte MDR SACHSEN-ANHALT: “Die Kommunalverfassung sagt, wenn es in einer Verwaltung keinen Beigeordneten gibt – und den gibt es in der Stadt Burg nicht – dann wählt der Stadtrat aus dem Kreis der Beschäftigten einen Vertreter für den Bürgermeister.” Sehr wichtig ist ihm: Man wird, wenn man die Vertretung übernimmt, nicht Bürgermeister. “Sondern man übernimmt den Vertretungsfall”, so Ruth.

via mdr: Wegen AmtswechselWird ein Verschwörungstheoretiker vorübergehender Bürgermeister in Burg?