Stadt Nürnberg verbietet Corona-Demos am Sonntag

Vier Versammlungen waren angemeldet – Das selbe Muster wie am 3. Januar. Die Stadt zieht einen Strich: Das Rathaus hat alle bis dato angemeldeten Kundgebungen für den Sonntag zum Thema Corona verboten. Den Anmeldern steht der Weg durch die gerichtlichen Instanzen offen. So etwas wie am Sonntag, 3. Januar, wollen die Zuständigen der Stadt nicht mehr erleben. Versammlungen wurden verboten, andere durften stattfinden. Eine große Menge Teilnehmer reiste an, die sich an Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen beteiligten wollten. Eine Kundgebung am Hauptmarkt durfte unter Auflagen stattfinden, eine andere als Großdemo angemeldete Veranstaltung am Volksfestplatz und eine Versammlung am Kornmarkt nicht. Sozusagen in letzter Minute hat der Verwaltungsgerichtshof in München die Beschwerde der Veranstalter gegen ein Verbot abgewiesen. Schließlich wurde eine Eilversammlung zum Thema “Polizeigewalt” am Sonntagnachmittag bei der Polizei angemeldet und unter Auflagen erlaubt.
Parallelität der Vorkommnisse Die Stadt war auf den Ansturm der vorwiegend angereisten Teilnehmer nicht vorbereitet. Das soll sich für den kommenden Sonntag nun ändern, wie Oberbürgermeister Marcus König (CSU) erklärt. Vier Demonstrationen waren für den 17. Januar angemeldet. Alle vier stammen aus dem Umfeld von Gegnern der Corona-Maßnahmen. Sie sollen zeitlich versetzt am Hauptmarkt, Kornmarkt, Lorenzkirche und Frauentorgraben stattfinden. “Aufgrund der Parallelität zu den Vorkommnissen vom 3. Januar und auch aufgrund der in den Sozialen Netzwerken verbreiteten Ankündigung ‘03.01.2021 reloaded – Söder, wir kommen wieder’ hat die Stadt Nürnberg drei dieser Versammlungen verboten, eine Versammlung wurde zurückgezogen. Das Verbot gilt auch für etwaige Ersatzveranstaltungen”, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

via nordbyaern: Stadt Nürnberg verbietet Corona-Demos am Sonntag

#Hausdurchsuchung bei Rolf #Kron – #Corona-#Gefälligkeitsatteste? #Kripo durchsucht #Kauferinger #Arztpraxis – #covidioten #schwurbelarzt

Die Ermittlungen laufen bereits seit Mitte September, heute stellte die Kriminalpolizei nun umfangreiches Beweismaterial in der Praxis von Rolf Kron sicher. Der Kauferinger Arzt und Homöopath steht im Verdacht, „unrichtige Gesundheitszeugnisse“ ausgestellt zu haben. Wie das Polizeipräsidium Oberbayern Nord in einer Presseerklärung mitteilte, ließ die ermittelnde Staatsanwaltschaft Augsburg am heutigen Mittwoch die Praxis des 57-jährigen Kauferingers sowie „ein weiteres Objekt“ von Beamten der Kripo Fürstenfeldbruck durchsuchen. Dabei sei umfangreiches Beweismaterial sichergestellt worden. (…) Wie mehrfach im KREISBOTEN berichtet, wird dem Arzt vorgeworfen, „in einer Vielzahl von Fällen unrichtige Gesundheitszeugnisse ausgestellt“ zu haben. Vorwiegend aus dem süddeutschen Raum stammenden Attest-Inhabern soll er damit ermöglicht haben, unter anderem bei Versammlungen und Demonstationen die vorgeschriebene Maskentragepflicht zu umgehen

via kreisbote: Hausdurchsuchung bei Rolf Kron – Corona-Gefälligkeitsatteste? Kripo durchsucht Kauferinger Arztpraxis

übrigens…

https://twitter.com/Walnusskipferl/status/1341825351450767368

Propaganda auf dem Parkdeck

Neonazis aus dem Südwesten kopieren die Strategie der Identitären Bewegung: Mit perfider Inszenierung suchen sie Aufmerksamkeit – und verbreiten rassistische Botschaften. Lodernde Flammen, greller Lichtschein, dichter Rauch: Bengalische Feuer bringen Licht in die Dunkelheit der Nacht. Ein Dutzend vermummter Neonazis läuft über ein düsteres Bahnhofsgelände, durch die verlassene Unterführung, ins Parkhaus. Auf der oberen Etage erleuchten sie die Fassade und hissen ein Banner mit der rassistischen Parole „Migration tötet!“ Zu der rechten Propagandaaktion kam es Mitte Dezember 2020 in Osterburken, einer Kleinstadt mit 6.500 Einwohnern im Nordosten Baden-Württembergs. Ein Video davon verbreitete wenige Tage später die Gruppierung Junge Revolution in den sozialen Medien. Der Clip scheint die Kopie eines Erfolgsmodells der extremen Rechten zu sein: Mit symbolträchtiger Propaganda platzierte sich schon die international vernetzte Identitäre Bewegung (IB) auf dem Radar der Öffentlichkeit. Ein Erfolg, dem andere Strömungen nacheifern. (…) Im Gegensatz zur IB sind die Neonazis aus dem Video tatsächlich jung: Sie sind allesamt rund 20 Jahre alt, verkehren allerdings teilweise bereits seit Jahren in der Szene. Mitte 2020 gründeten sie die Gruppierung Nord Württemberg Sturm (NWS), einen regionalen Ableger der Jungen Revolution, die den Clip veröffentlichte. Die Mitglieder traten insbesondere durch Wanderungen im Landkreis Schwäbisch Hall in Erscheinung: Anfang Juli spazierten Dutzende Neonazis zum Schloss Langenburg, Anfang September nahe Satteldorf. Mitte November plante der NWS gar einen geheimen Kameradschaftsabend. Jedoch musste er wegen der Covid-19-Pandemie abgesagt werden. Auch die Junge Revolution ist fest in den Kreisen des rechten Nachwuchses verankert. Gegründet wurde sie 2019 vom damals 17-jährigen Sanny Kujath. Der Jungnazi ist inzwischen vom sächsischen Zwickau nach Kloster Veßra in Thüringen gezogen. Dort macht er eine Ausbildung zum Koch im Gasthaus Goldener Löwe, das dem Neonazi Tommy Frenck gehört. Es ist ein bundesweiter Treffpunkt der extremen Rechten; auch der NWS besuchte die Immobilie bereits.

via störungsmelder: Propaganda auf dem Parkdeck

screenshot telegram

Wie Zivilgesellschaft, Politik und Justiz mit Antisemitismus umgehen können

Am 20. September 2017 hat die Bundesregierung die „Arbeitsdefinition Antisemitismus“ der „International Holocaust Remembrance Alliance“ (IHRA) angenommen. Bindend ist die Definition dadurch zwar nicht geworden, aber sie erhielt größeres Gewicht und dient zur Einschätzung darüber, was Antisemitismus ist und vor allem wie er sich äußert. Schon 2016 wurde die Definition der IHRA veröffentlicht. Seitdem wird sie in immer mehr Ländern implementiert. Unter anderem in Großbritannien, Rumänien, Israel, Österreich und Frankreich. Jetzt hat die IHRA zusammen mit der Europäischen Kommission und dem Bundesverband der „Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus“ (RIAS) ein Handbuch veröffentlicht, das zeigen soll, wie die Definition in der Praxis funktioniert.
Antisemitismus ist eine bestimmte Wahrnehmung von Jüdinnen und Juden, die sich als Hass gegenüber Jüdinnen und Juden ausdrücken kann. Der Antisemitismus richtet sich in Wort oder Tat gegen jüdische oder nichtjüdische Einzelpersonen und/oder deren Eigentum sowie gegen jüdische Gemeindeinstitutionen oder religiöse Einrichtungen.“ So lauten die zentralen Sätze der Arbeitsdefinition. Ergänzt wird die Definition mit einigen Beispielen, die auch israelbezogenen Antisemitismus und Verschwörungserzählungen miteinbeziehen: „Erscheinungsformen von Antisemitismus können sich auch gegen den Staat Israel, der dabei als jüdisches Kollektiv verstanden wird, richten. Allerdings kann Kritik an Israel, die mit der an anderen Ländern vergleichbar ist, nicht als antisemitisch betrachtet werden. Antisemitismus umfasst oft die Anschuldigung, die Juden betrieben eine gegen die Menschheit gerichtete Verschwörung und seien dafür verantwortlich, dass ‚die Dinge nicht richtig laufen‘. Der Antisemitismus manifestiert sich in Wort, Schrift und Bild sowie in anderen Handlungsformen, er benutzt unheilvolle Stereotype und unterstellt negative Charakterzüge.“ (…) Das aktuelle Handbuch von RIAS (hier als PDF-Download verfügbar) erläutert die unterschiedlichen Dimensionen der Arbeitsdefinition anhand von 22 konkreten Vorfällen und Straftaten in ganz Europa. Dazu kommen 35 Beispiele, die zeigen, wie die Arbeitsdefinition in den Bereichen Bildung, Sport, Justiz, staatliche Förderung, Zivilgesellschaft, aber auch Strafverfolgung zum Einsatz gekommen ist. Felix Klein, der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, attestiert dem Handbuch einen „echten Mehrwert“.

via belltower: Wie Zivilgesellschaft, Politik und Justiz mit Antisemitismus umgehen können

An NYPD official is suspended without pay after being connected to racists posts on a message board

James Francis Kobel has been suspended without pay and is now the subject of an internal disciplinary process after a string of racist, anti-Semitic and homophobic posts, the NYPD confirmed. A high-ranking official with the New York Police Department has been suspended without pay and is now the subject of an internal disciplinary process after a string of racist, anti-Semitic and homophobic posts, the NYPD confirmed. Late last year, an investigation by the City Council connected Deputy Inspector James Francis Kobel to a user under the name “Clouseau.” Under that identity, he routinely posted offensive messages on a public law enforcement message board attacking Black people, Muslims, the Hasidic Jewish community and others with extremely derogatory language, according to a draft report from the New York City Council Oversight and Investigations Division. Kobel was the commanding officer of the police department’s Office of Equal Employment and Opportunity, which is responsible for investigating employment and harassment claims. In November, he was relieved of his command and placed on modified duty after the City Council investigation but will now face a 30-day suspension without pay, the department said. He has also filed for retirement from the police force, the NYPD confirmed to CNN. “Deputy Inspector Kobel has served the City of New York and the NYPD honorably for nearly 29 years,” Chris Monahan, President of the Captains Endowment Association said in a statement. “Given the current political climate and anti-police sentiment, DI Kobel did not see it as possible to get a fair administrative trial and decided to avail himself of the opportunity to file for retirement.” Even if he goes through the disciplinary process and is dismissed, Kobel can still be eligible for his pension benefits, according to the NYPD.

via cnn: An NYPD official is suspended without pay after being connected to racists posts on a message board

Extremists move to secret online channels to plan for Inauguration Day in D.C. – #terror

Some pro-Trump extremists have used the platforms to suggest skipping local rallies to focus instead on a big turnout in D.C. at Biden’s inauguration. Right-wing extremists are using channels on the encrypted communication app Telegram to call for violence against government officials on Jan. 20, the day President-elect Joe Biden is inaugurated, with some extremists sharing knowledge of how to make, conceal and use homemade guns and bombs. The messages are being posted in Telegram chatrooms where white supremacist content has been freely shared for months, but chatter on these channels has increased since extremists have been forced off other platforms in the wake of the Jan. 6 siege of the U.S. Capitol by pro-Trump rioters. Telegram is a Dubai-based messaging service that does little moderation of its content and has a sizable international user base, particularly in eastern Europe and the Middle East. In the days since the Capitol attack, for example, a U.S. Army field manual and exhortations to “shoot politicians” and “encourage armed struggle” have been posted in a Telegram channel that uses “fascist” in its name. Chris Sampson, chief of research at the defense research inst

via nbcnews: Extremists move to secret online channels to plan for Inauguration Day in D.C.

Wohnungsdurchsuchung bei einem mutmaßlichen #Reichsbürger – #waffen

Waffen und Munition hat die Polizei im Landkreis Gießen während einer Wohnungsdurchsuchung bei einem mutmaßlichen Reichsbürger im Landkreis Gießen sichergestellt. Scharfe Waffen und Munition fand die Polizei am Donnerstag (07. Januar) bei einer Wohnungsdurchsuchung bei einem 62-jährigen Mann im Landkreis Gießen. Die Beamten stellten dabei fünf Lang- sowie Kurzwaffen und etwa 2000 Schuss Munition, die der Mann legal besaß, zur Gefahrenabwehr sicher. Aufgrund der Ermittlungen besteht der Verdacht, dass der Mann der sogenannten “Reichsbürger”-Szene nahesteht. Um die Gesundheit der eingesetzten Polizeibeamten nicht zu gefährden, waren an dem Einsatz auch Beamte eines Spezialeinsatzkommandos beteiligt.

via giessener anzeiger: Wohnungsdurchsuchung bei einem mutmaßlichen Reichsbürger